Polizei bestätigt: In der Corona-Krise haben es Einbrecher schwer

Coronavirus

Weniger Autofahrer auf den Straßen, mehr Menschen zu Hause: Die Corona-Krise hat offenbar Einfluss auf die Unfall- und Kriminalitätsstatistik in Dorsten.

Dorsten

, 31.03.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Dorsten gab es im März offenbar weniger Unfälle und Einbrüche. Konkrete Zahlen nennt die Polizei aber nicht. (Symbolbild)

In Dorsten gab es im März offenbar weniger Unfälle und Einbrüche. Konkrete Zahlen nennt die Polizei aber nicht. (Symbolbild) © Jochen Tack / Polizei

Immer donnerstags aktualisiert die Kreispolizeibehörde Recklinghausen rückwirkend für die Vorwoche den Wohnungseinbruchsradar. Der weist für die Woche vom 18. bis zum 25. März lediglich einen vollendeten Einbruch in Dorsten aus. Der tägliche Polizeibericht, der schon mal 20 oder mehr Meldungen für alle Kreisstädte umfasst, besteht derzeit meist nur aus ein paar wenigen Kurz-Nachrichten.

Die Corona-Krise hat offenbar erheblichen Einfluss auf die Kriminalitäts- und Unfallstatistik. Mit konkreten Zahlen hält sich Polizeisprecher Michael Franz zurück, will auch keinen Vergleich zum März 2019 anstellen, aber der Eindruck, dass es weniger Einbrüche und Unfälle gebe, sei „nicht falsch“. Daran ändert auch der versuchte Einbruch in eine Bäckerei nichts, bei dem vor einer Woche ein mutmaßlicher Täter niedergeschossen wurde.

Der Grund für die „Flaute“ liegt auf der Hand: die Corona-Krise. Michael Franz räumt ein, dass es kaum Unfälle mit Verletzten gebe, „weil ja weniger Autos unterwegs sind“. Und da derzeit mehr Menschen, auch tagsüber, zu Hause sind, fällt es Einbrechern schwerer, Beute zu machen. Der Streifendienst werde auf Grund der aktuellen Gefahrenlage allerdings nicht reduziert.

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