Harte Zeiten für Autofahrer: In Dorsten „blitzen“ auch Rentner

hzRadarfallen in Dorsten

Auf der Jagd nach Autofahrern, die zu schnell unterwegs sind, setzt die Stadt Dorsten sogar Rentner ein. Und sie will auch technisch weiter aufrüsten.

Dorsten

, 23.12.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit dem „Super-Blitzer“ haben schon viele Autofahrer in Dorsten unliebsame Bekanntschaft gemacht. Denn die Technik in dem unscheinbaren blauen VW Caddy misst seit mehr als zwei Jahren die Geschwindigkeit von Fahrzeugen aus beiden Richtungen. Doch die Stadtverwaltung hat auch personell aufgerüstet, um zu „unmöglichen“ Zeiten Raser zu erwischen.

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Wie Christoph Fortmann, Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), bestätigt, hat die Stadt schon im Sommer 2018 vier Rentner eingestellt, die sechs Stunden pro Woche abends und an Wochenenden Jagd machen auf Verkehrssünder – also zu Zeiten, in denen man nicht unbedingt mit einem „roten Blitz“ am Straßenrand rechnet. „Außerdem bedient zusätzlich ein Kollege jede Woche neun Stunden das Lasermessfahrzeug, der hauptberuflich einer anderen Tätigkeit nachgeht.“

Mehr als 30 Stunden pro Woche

Mehr als 30 Stunden pro Woche stehen die „Sonderbeauftragten“ am Straßenrand, „natürlich nur an Unfallschwerpunkten“, betont Fortmann. Und das offenbar ziemlich erfolgreich. Ein Drittel der Verwarn- und Bußgelder werden inzwischen abends und am Wochenende „erwirtschaftet“.

Das dürften etwa 150.000 Euro sein. Im Jahr 2018 hatte die Stadt mehr als 450.000 Euro kassiert - ein Rekord, der in diesem Jahr dank der Nachtschicht womöglich noch getoppt wird. Und trotzdem ist bereits die nächste „Verstärkung“ in Sicht.

Neuer Messwagen kommt in zwei Jahren

Denn der veraltete Messwagen hat Ende 2021 ausgedient. „Die Eichung der Messtechnik ist dann nicht mehr möglich“, sagt der KOD-Chef. Ein zweiter „Super-Blitzer“ (Kostenpunkt: etwa 180.000 Euro) soll dann ohne zeitlichen Verzug bereitstehen. „Das ist auch erforderlich, um die sehr positiven Effekte durch Messungen außerhalb der Dienstzeiten zu erhalten“, sagt Christoph Fortmann.

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