110! Inzidenzwert im Kreis Recklinghausen ist jetzt „dunkelrot“

Coronavirus

Der Inzidenzwert des Kreises Recklinghausen hat den dreistelligen Bereich erreicht - zumindest nach Angaben des Gesundheitsamtes. Das maßgebliche Landesamt Gesundheit nennt eine andere Zahl.

Dorsten, Schermbeck, Kirchhellen, Raesfeld

, 22.10.2020, 11:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Mundschutz ist Pflicht, inzwischen auch in allen Fußgängerzonen.

Der Mundschutz ist Pflicht, inzwischen auch in allen Fußgängerzonen. © picture alliance/dpa

Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit (LZG) liegt der Inzidenzwert für den Kreis Recklinghausen am Mittwoch (21. Oktober) bei 96.7 und damit um 12,4 höher als am Vortrag. Diese Zahl stammt allerdings von Mitternacht, das Kreisgesundheitsamt nannte am Donnerstag die wohl wesentlich aktuelleren Vormittagszahlen.

Und da steht der Kreis Recklinghausen erstmals im dreistelligen Bereich. 110,4! Ab heute gibt es im Kreisgesundheitsamt Unterstützung bei der Nachverfolgung von Soldaten der Bundeswehr. In Dorsten beträgt der Inzidenzwert exakt 87. Fast 100 Menschen sind aktuell infiziert.

Dramatisch hat sich die Lage nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes vor allem in Herten entwickelt. Dort sind die Zahlen in den letzten Tagen regelrecht explodiert, der Inzidenzwert beträgt aktuell 174,7.

Zwei Todesopfer in dieser Woche

In dieser Woche hat es im Kreis Recklinghausen bereits zwei weitere Todesfälle gegeben. Laut Kreisgesundheitsamt ist ein 77-jähriger Gladbecker, der positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, gestorben. Dann meldete die Behörde, dass ein 75-jähriger Corona-Infizierter aus Recklinghausen gestorben ist. Insgesamt gibt es damit im Vest 49 Corona-Tote, sieben davon in Dorsten.

Jetzt lesen

Nach dem rasanten Anstieg am Wochenende ging der Inzidenzwert in Bottrop zunächst wieder runter auf 48,5 am Mittwoch. Einen Tag späte meldet das LZG nun wieder einen Wert von 53,6 - Warnstufe rot.

Im Kreis Wesel klettere der Inzidenzwert laut Landesamt weiter auf nunmehr 64,4, im Kreis Borken, erstmals am Mittwoch im „roten Bereich“, beträgt er nach Angaben des Landesamtes nun 53,1.

Lesen Sie jetzt