Jörg Börjesson plant Doping-Präventionszentrum

Interview

DORSTEN Für einen muskulösen Körper trainierte Jörg Börjesson verbissen mit Gewichten. Als das nicht reichte, schluckte er Doping-Mittel. Bis ihm eine weibliche Brust wuchs, die operativ entfernt werden musste. Seitdem tritt der 43-Jährige gegen Doping im Breitensport ein. Und hat jetzt Großes vor, wie er im Interview verrät.

von Von Berthold Fehmer

, 14.07.2009, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Etwa 350 000 Deutsche sollen regelmäßig zu Dopingmitteln greifen. Eine realistische Zahl? Börjesson: Ich glaube, es sind mehr als eine Million. Ich werde häufig von Jugendlichen kontaktiert, die meine Geschichte kennen. Und von mir wissen wollen, wie viel sie von welcher Substanz nehmen können, ohne dass ihnen eine Brust wie bei mir wächst. Die wollen Tipps zu "gesundem Medikamentenmissbrauch".

Sie halten viele Vorträge unter anderem in Schulen zum Thema Doping im Breitensport. Verdienen Sie damit mittlerweile ihr Geld? Börjesson: Es ist nicht so, dass ich mir davon ein Haus in Malibu kaufen könnte. Ich plane, hier in Dorsten ein Doping-Präventionszentrum zu gründen, die erste Beratungsstelle in Deutschland. Denn für Breitensportler gibt es noch keine Anlaufstelle. Die Nationale Anti Doping-Agentur Deutschland ist ja nur für den Leistungssport zuständig.

Ist Doping auch in Dorsten ein Thema? Börjesson: Natürlich. Ich habe gerade Kontakt zu einem jungen Erwachsenen, der mir Bilder von sich geschickt hat. Der wollte auch Dosierungs-Tipps von mir haben. Er erinnert mich an mich, als ich in dem Alter war.

Das vollständige Interview lesen Sie am Mittwoch in der Dorstener Zeitung. www.doping-frei.de

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