Kabarettist Stefan Verhasselt ist immer mit Stift und Zettel unterwegs

Kabarett

WDR-Moderator Stefan Verhasselt präsentierte am Wochenende im Cornelia-Funke-Baumhaus sein neues Programm und erklärte, wie er sich inspirieren lässt.

von Paul Kahla

Dorsten

, 26.05.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kabarettist Stefan Verhasselt ist immer mit Stift und Zettel unterwegs

Kabarettist Stefan Verhasselt trat im Cornelia-Funke-Baumhaus auf. © Paul Kahla

Trotz des guten Wetters, das zum Grillen einlud, waren sämtliche Sitzplätze im Cornelia Funke-Baumhaus besetzt. Der WDR-Moderator und Kabarettist Stefan Verhasselt präsentierte den Dorstenern am Freitagabend sein viertes Programm „Wer kommt, der kommt - Kabarett 4.0“.

Lauschte man Verhasselt bei seinem allerersten Auftritt in Dorsten, kam es einem vor, als würde man sich nett mit ihm unterhalten und er aus dem Nähkästchen plaudern. Mit scharfer Zunge und doch charmant kommentierte Verhasselt aktuelle Themen wie die „Fridays For Future“-Demonstrationen.

Der Niederrheiner macht ein „Schöppgesicht“

Ein weiteres Thema, das der gebürtige Niederrheiner immer mit einem leichten Augenzwinkern behandelt, sind die Eigenarten der Bewohner seiner Heimatregion. Er spricht dabei zum Beispiel über die sprachlichen Besonderheiten, wie den „ganzen Tisch“, den man am Niederrhein in einem Restaurant angeboten bekommt oder das „Schöppgesicht“, das ein Niederrheiner macht, wenn er schlechte Laune hat. Auch „Fake News“ gäbe es am Niederrhein. Die fingen dann meist mit „Hasse schon gehört?“ an.

„Man erkennt sich in meinem Programm wieder“, sagt der Moderator, „oder zumindest einen Nachbarn, Freund oder Verwandten“. Inspiration für seine Programme bekomme er, indem er anderen Menschen bei ihren Gesprächen zuhört, zum Beispiel im Café. „Selbst im Urlaub habe ich zur Sicherheit immer Stift und Zettel dabei um mir zu notieren, was die Leute so von sich geben“, sagt der Kabarettist.

Und während Stefan Verhasselt auf der Bühne über seinen Nordseeurlaub sinniert, kommt er, auch typisch für einen Niederrheiner, oftmals vom eigentlichen Thema ab. Er verstrickt sich in kleine Geschichten und Anekdoten, die ihm scheinbar spontan einfallen. Damit konnte er auch das Dorstener Publikum am Freitagabend begeistern.

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