Kanaluferweg in Dorsten „ist eher ein Trümmerfeld als eine Vorzeigepromenade“

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Die SPD stellt an der Kanaluferpromenade im Herzen von Dorsten „erhebliche Mängel“ fest. Die Stadt kündigt Verbesserungen an - aber nicht sofort.

Dorsten

, 26.08.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während die Kanaluferpromenade in Höhe des Mercaden-Einkaufszentrums schon längst hergerichtet und gepflastert ist, ist der Zustand des Fuß- und Radwegs zwischen den Mercaden und dem Schölzbach in Richtung Hardt deutlich schlechter: Bei Regen ist er mit Pfützen übersät, am Rande des Weges befindet sich seit langer Zeit ein großes eingezäuntes Loch, daneben ein Erdhügel. „Eher ein Trümmerfeld als eine Vorzeigepromenade“, beurteilt die SPD Altstadt, deren Mitglieder sich kürzlich „aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung“ den Bereich angeschaut haben.

Unbefriedigende Situation

Bereits 2017 habe der SPD-Ortsverband gegenüber Bürgermeister Tobias Stockhoff auf die Zustände aufmerksam gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten. Auch unsere Zeitung hatte Anfang 2018 nach Leserhinweisen die unbefriedigende Situation dort zum Thema gemacht. Damals kündigte die Stadt an, das Wegstück im Jahr 2019 ausbessern zu wollen. Doch bislang hat sich nichts getan.

Kanaluferweg in Dorsten „ist eher ein Trümmerfeld als eine Vorzeigepromenade“

Das seit Langem eingezäunte Loch am Wegesrand - hier hat eine Wege-Laterne, die irreparabel beschädigt wurde, gestanden. © Michael Klein

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärt die Stadt, dass der derzeit noch unbefestigte Weg im Zuge des „Wir machen Mitte“-Projekts „Schölzbachtal“ in Verlängerung der bereits ausgebauten Promenade ebenfalls asphaltiert werden soll. „Die Ausschreibungen für den Ausbau werden dieses Jahr noch erfolgen, sodass im kommenden Frühjahr mit der Umsetzung zu rechnen ist“, so Bürgermeister-Referent Karsten Hartmann.

Auch der Erdhügel und das eingezäunte Loch werden im Zuge der Umgestaltung des Schölzbachs spätestens im Frühjahr 2020 verschwunden sein. Der Erdhügel sei Bodenaushub aus der Baumaßnahme zur Erneuerung der Rohölfernleitung, so Hartmann. „Dieser wurde in Abstimmung mit dem Tiefbauamt dort zwischengelagert und dann für anstehende Baumaßnahmen als Füllboden verwendet.“

„Loch wird geschlossen“

Das Loch im Boden sei entstanden, weil dort eine Wegeleuchte irreparabel beschädigt und entfernt wurde. Die Stadt habe erst prüfen müssen, ob dieser bisherige Lampen-Standort überhaupt in die Pläne für das Schölzbach-Projekt passe oder ein neuer Platz für die Wegbeleuchtung gesucht wird. „Das ist nun geklärt“, so Hartmann: „Daher kann das Loch geschlossen und der Bauzaun entfernt werden.“

In ihrer Mängel-Aufzählung hatte die SPD Altstadt übrigens auch die „fast von Unkraut zugewachsenen Bänke an den Mercaden“ aufgelistet. Nach Angaben der Stadt erfolge dort aber regelmäßig eine Grünpflege. Wetterbedingt sei das Unkraut „jedoch schneller gewachsen als uns lieb ist“, so Karsten Hartmann. Diejenigen Sitzgelegenheiten, die in die Zuständigkeit der Stadt fallen, seien aber allesamt funktionsfähig.

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