"Kein Baugebiet am Maßkamp!"

Dorsten-Hardt "Der Bereich Maßkamp/Fährstraße darf nicht als neues Baugebiet ausgewiesen werden, weil die Umweltauswirkungen zu erheblich sind."

09.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Obwohl im Entwurf für den Flächennutzungsplan nach massiven Anwohner-Protesten die als Bauland vorgesehene Fläche deutlich verkleinert wurde, lehnt die Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Natur im Maßkamp auch das reduzierte Baukonzept ab.

Vollständiger Verzicht

Sie stützt sich dabei auf breite Unterstützung der Anwohner: Heinz Wehling, Ulrich Jansen und Thomas Vornbrock übergaben jetzt im Bürgermeister-Büro eine Liste mit 265 Unterschriften.

Die Unterzeichner teilen die Auffassung, dass auf eine Bebauung vollständig verzichtet werden soll, weil vor allem Naturschutz-Aspekte und wasserwirtschaftliche Gründe dagegen sprechen. So verweise ein Umweltbericht im Standort-Dossier auf erhebliche Auswirkungen, die eine Bebauung für das historische Überschwemmungsgebiet des alten Lippebettes haben könnte: "Zudem ist der Bereich östlich der Fährstraße ein kartiertes Biotop und würde durch die Planung zerstört." Bei heftigen Regenfällen dienen die feuchten Maßkamp-Wiesen heute schon als Überschwemmungsgebiet, das anderen Bereichen Hochwasserprobleme erspart. Aufgrund des Klimawandels sei absehbar, dass Häufigkeit und Intensität der Niederschläge zunehmen werden.

Schlussfolgerung: "Soll hier gebaut werden, müssen die Wiesen durch Abpumpen trocken gehalten werden. Das Abpumpen ist aufwändig und teuer. Wird das Gelände großzügig trocken gepumpt, muss mit Bodensenkungen der hier vorkommenden Fließsande gerechnet werden. Schäden an den Häusern der bestehenden Bebauung sind dadurch vorprogrammiert."

Rote Liste

Im Übrigen seien in diesem Bereich viele Tiere und Pflanzen zu Hause, von denen manche auf der "Roten Liste" stehen. Und nicht zuletzt gingen für die Hardter wertvolle Naherholungsflächen verloren. Fazit: "Da so viele Gründe gegen eine Bebauung sprechen, fordern wir Politik und Verwaltung auf, das Baugebiet Maßkamp aus dem Entwurf des Flächennutzungsplanes komplett herauszunehmen." kdk

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