Coronavirus: Hygiene-Konzept rettet Kinderzirkus am Leo

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Der Kinderzirkus in Hervest stand auf der Kippe. Nun gibt es ein Hygiene-Konzept, damit die Kinder gemeinsam Kunststücke einstudieren und am Ende im Zirkuszelt aufführen können.

Hervest

, 09.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beinahe hätte Corona den Kindern in Hervest auch noch den Sommer vermiest - denn der Kinderzirkus stand auf der Kippe. Zuletzt wurde der vor über zehn Jahren angeboten, damals noch am Treffpunkt Altstadt. Nun musste ein Hygienekonzept her, um den Termin in den Ferien irgendwie halten zu können.

"Das Konzept haben Ordnungs- und Jugendamt abgesegnet", so der Leiter des Leo, Christian Joswig. Die Leiterin des Zirkusprojekts und Kulturpädagogin, Jacky Möller, hat sich außerdem noch Tipps und Tricks aus Monheim eingeholt, damit nichts schief gehen kann. Das Zelt des „Circus Soluna“ wird am Sonntag, 19. Juli, auf dem Platz zwischen Leo und Edeka aufgebaut.

Diese Hygienemaßnahmen sollen Infektionen verhindern

"Damit es am ersten Tag nicht zu wuselig wird, schicken wir die Kinder direkt bei der Anmeldung in ihre Gruppen", beschreibt Möller einen der Zusatzhinweise. Das ist nämlich eine der zentralen Änderungen: Die Kinder bleiben die gesamte Projektzeit in einer Gruppe zusammen, die aus je zehn Kindern und zwei Betreuern besteht.

Verlassen sie die Gruppe, um zu essen oder auf Toilette zu gehen, tragen sie Mund-Nase-Bedeckungen und halten Sicherheitsabstand. "In den Gruppen selbst können wir das nicht gewährleisten. Das wissen die Eltern auch", so Möller.

Einen sechsseitigen Elternbrief haben die angemeldeten Kinder bekommen. Darin wurden die Kinder aufgefordert, sich für ein Team zu entscheiden. Anhand von Fotos wählten sie zwischen Akrobatik, Jonglieren, Feuerfackeln und mehr.

Ein Rein-Schnuppern am ersten Tag ist wegen Corona nicht möglich. Joswig und Möller hatten erst Zweifel, ob die Formalia gut ankommen. Aber die Resonanz war durchweg positiv: Viele Eltern schrieben persönliche Danksagungen auf die Anmeldezettel.

Kinder konnten seit 13. März nicht mehr ins Leo

Eigentlich war das Großprojekt mit 120 Kindern geplant, nun werden es 80 sein. "Wir wollen keinen neuen Hotspot", erklärt Joswig. Gemeinsam mit der Hervester Fachkräftekonferenz, den Bürgerschützen, dem Quartiershausmeister und "den vielen, tollen Akteuren in Hervest" sei der Ferienspaß überhaupt umsetzbar. Außerdem sind da noch die Ehrenamtler, die eine Woche lang mit den Kindern, die Tricks einstudieren und zur Vorführung bringen.

"So ein Großprojekt macht man nicht jedes Jahr", so Joswig weiter. Dennoch ist es etwas abgespeckt: Das Rahmenprogramm drumherum fällt weg und nur zwei Karten pro Kind werden für die zwei Vorführungen am Samstag, 25. Juli, verkauft. "Wir lassen die Vorführung aber auch aufzeichnen und verkaufen dann eine DVD", erklärt Möller.

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