Kitas gehen mit verkürzten Betreuungszeiten wieder an den Start

Corona

Am 8. Juni öffnen auch in Dorsten die Kitas wieder. Zugunsten des Infektionsschutzes gibt es allerdings Einschränkungen im Stundenkontingent. Die Notbetreuung fällt weg.

Dorsten

27.05.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ab 8. Juni dürfen die Kinder wieder in die Kitas kommen - allerdings zehn Stunden weniger als vor Ausbruch der Pandemie.

Ab 8. Juni dürfen die Kinder wieder in die Kitas kommen - allerdings zehn Stunden weniger als vor Ausbruch der Pandemie. © picture alliance/dpa

Die Stadt hat sich jetzt mit allen Trägern über die Regelungen für den Neustart der Kitas am 8. Juni (Montag) verständigt. Bürgermeister Tobias Stockhoff gab am Mittwochnachmittag die Details bekannt und warb um Verständnis für immer noch bestehende Einschränkungen.

  • Betreuungszeit: Wie vom Land vorgegeben, wird die gebuchte Stundenzahl um jeweils zehn Stunden reduziert. Die Betreuungszeiten reduzieren sich also je nach Vertrag auf 35, 25 und 15 Stunden pro Woche. Dies sei notwendig, um die deutlich erhöhten Hygienestandards in den Einrichtungen sicherstellen zu können und um Personalausfälle wegen Krankheit oder der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ausgleichen zu können.

Die Zeiten sind nicht individuell verfügbar. Aus den abweichenden Öffnungszeiten ergeben sich vielmehr feste Abholzeiten. Bei anderen Startzeiten der Tagesstätte ergeben sich naturgemäß andere Abholzeiten. Vorausgesetzt, die Kita öffnet um 7 Uhr, bleiben Kinder, für die 35 Stunden „gebucht“ sind, bis 14 Uhr. Bei 25 Stunden Betreuungszeit pro Woche endet die Kita um 12 Uhr, bei 15 Stunden bereits um 10 Uhr.

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  • Infektionsschutz: Die Kita-Träger haben sich darauf geeinigt, dass Eltern die Einrichtung im Regelfall beim Bringen und Abholen der Kinder nicht betreten. Es gilt – auch draußen – die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Für die Erzieherinnen gilt im Gespräch mit Eltern sowie unter Kollegen ebenfalls die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Bei der Arbeit mit den Kindern wird den Erzieherinnen empfohlen, eine Mund-Nase-Bedeckung oder ein durchsichtiges Visier zu tragen. Dies ist aber nicht verpflichtend, jede Erzieherin entscheidet darüber selbst.
  • Ferien: Das Land weist darauf hin, dass geplante Schließungszeiten in den Ferien aufrechterhalten werden können.
  • Elternbeiträge: Nach Vorgaben des Landes müssen Eltern für die Monate Juni und Juli jeweils den halben Beitrag zahlen, den Ausfall der anderen Hälfte tragen Land und Städte zu gleichen Teilen. Die Stadt Dorsten hat sich mit den Trägern dazu auf ein pragmatisches Modell verständigt: Für Juni wird kein Beitrag eingezogen, für Juli hingegen der volle Beitrag. Eltern, die nicht abbuchen lassen, sondern per Dauerauftrag oder Einzelüberweisung bezahlen, werden gebeten, den Beitrag im Juni noch einmal ruhen zu lassen und ebenfalls im Juli den vollen Betrag zu bezahlen.
  • Notbetreuung: Die Notbetreuung wird mit Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs aufgehoben. Auch für Kinder, die diese bisher mit voller Stundenzahl in Anspruch nehmen konnten, gilt ab dem 8. Juni die reduzierte Betreuungszeit.

Anders als für die Betreuung in Kindergärten gibt es für die Offenen Ganztagsschulen bisher keine landesrechtlichen Vorgaben zu den Elternbeiträgen. Die Stadt Dorsten wird daher für Juni zunächst keine OGS-Elternbeiträge abbuchen. Eltern, die per Dauerauftrag oder Einzelüberweisung bezahlen, werden gebeten, den Juni-Beitrag zunächst auszusetzen.
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