"Kleine Probleme dürfen nicht zu großen werden"

08.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Raesfeld Die schlechte Nachricht zuerst: Weil sie beim Jugendamt des Kreises Borken einen Ganztagsjob bekam, hat die von Schülern, Eltern und Lehrern sehr geschätzte Heike Jansen ihre Halbtagsstelle als Sozialarbeiterin an der Alexanderschule aufgegeben.

Die gute Nachricht gleich hinterher: Mit Barbara Bruns wurde eine äußerst kompetente Nachfolgerin gefunden, die ab dem 8. Oktober die Arbeit nahtlos fortsetzte und bereits das Vertrauen der Schüler gewonnen hat. Gestern stellte Schulleiter Peter Vinke die "Neue" der Verwaltungsspitze vor, die durch Bürgermeister Udo Rößing, den Beigeordneten Andreas Grotendorst und Hauptamtsleiter Winfried Grömping vertreten war.

Vielerlei Aufgaben

Die 39-jährige Mutter zweier Kinder aus Borken war zuletzt in Vreden als Schulsozialarbeiterin tätig. Zuvor hatte sie u.a. bei der Caritas und zwei Jahre lang im Berufs-Vorbereitungszentrum Bocholt Kenntnisse gewonnen, die ihr jetzt in Raesfeld sehr zugute kommen. Denn zum Aufgabenbereich von Barbara Bruns gehört es an der Alexanderschule auch, die Jugendlichen auf den Einstieg in die Arbeitswelt vorzubereiten, wie dies etwa bei einem "Job-and-Future"-Seminar für zwei Schüler der achten Klasse geschieht.

Ansprechpartnerin

Hauptaufgabe der Sozialarbeiterin ist es jedoch, durch frühzeitiges Eingreifen und gezielte individuelle Hilfe dafür zu sorgen, dass aus kleinen Problemen keine großen werden. Dazu steht sie ständig als Ansprechpartnerin für Eltern und Lehrer, vor allem aber für die Mädchen und Jungen der Alexanderschule zur Verfügung. Auch bewährte Projekte zur Suchtprävention und zur Streitschlichtung wird Barbara Bruns fortführen.

"Die Arbeit ist so wertvoll, dass wir lieber heute als morgen eine volle Stelle dafür nutzen würden", schätzt Schulleiter Peter Vinke die Bedeutung sehr hoch ein. Aber zunächst ist er froh, dass er durch das Pilotprojekt des Kreises noch anderthalb Jahre lang halbtags auf Barbara Bruns bauen kann. kdk

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