Knatsch im Mehrfamilienhaus

DORSTEN Im Oktober 2006 war es, als auf dem Parkplatz vor dem Haus ein Streit zwischen zwei Müttern um eine Auseinandersetzung unter ihren Kindern eskalierte. Damit musste sich jetzt das Schöffengericht befassen.

von Von Michael Klein

, 10.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der fünfjährige Sohn des Angeklagten war mit dem 13-jährigen Sohn der Nachbarin aneinander geraten. Die Ehefrau des Angeklagten erklärte, der Kleine sei von dem 13-Jährigen an der Schulter verletzt worden: "Doch ich bin von meiner Nachbarin beschimpft worden. Sie drohte mir, dafür zu sorgen, dass wir aus der Wohnung fliegen."

Polizei vor der Tür

Nach dem Streit mit der Nachbarin sei sie mit dem Fünfjährigen zurück in ihre Wohnung gegangen, 15 Minuten später sei ihr Ehemann nach Hause gekommen. "Ich wollte ihm gerade erzählen, was passiert war, da stand schon die Polizei vor der Tür." Denn in der Zwischenzeit hatte die Nachbarin einen Rettungswagen benachrichtigt und bei der Polizei angegeben, sie sei von ihrem Nachbarn zusammengeschlagen worden, aus Rache, weil sie dessen Frau beschimpft habe. Der Angeklagte stritt jedoch alles ab: "Ich habe gar nichts gemacht." Er sei, ohne etwas von dem Streit zu ahnen, nach Hause gekommen, weder auf dem Parkplatz noch im Flur sei etwas geschehen. Hatte das Opfer schon vorher ein blaues Auge, wie die Ehefrau des Angeklagten angab? Der erstbehandelnde Arzt soll dazu jetzt als Zeuge geladen werden. Ebenso wie der Sohn, eine weitere Nachbarin, die womöglich Augenzeugin war und die Polizistin, die damals die Anzeige aufgenommen hatte.

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