Zu viele AfD-Stimmen, zu wenig Kandidaten: In Dorstens Partnerstadt bleiben Ratssitze frei

hzKommunalwahl in Hainichen

Die sächsische Kommunalwahl am Sonntag hat in Dorstens Partnerstadt Hainichen eine überraschende Wendung genommen: Die AfD kann mangels Kandidaten ihre Sitze im Rat nicht komplett besetzen.

Dorsten

, 27.05.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Dorstens sächsischer Partnerstadt Hainichen hat es bei der Kommmunalwahl eine kuriose Überraschung gegeben. Wie die dortige „Freie Presse“ berichtet, werden im Hainichener Stadtrat künftig zwei Sitze nicht besetzt sein.

Anspruch darauf hätte die AfD gehabt, die einen Stimmenanteil von 16,8 Prozent erzielt hat. Doch für die Partei war mit Danilo Junghans nur ein Kandidat aufgestellt worden.

Trotz AfD: Mehrheit bleibt bestehen

Damit umfasst das neue Gremium künftig statt bisher 18 nur noch 16 Abgeordnete. Auf die Mehrheitsverhältnisse insgesamt habe dies aber nur geringen Einfluss, schreibt die Zeitung.

So behält die gemeinsame Fraktion aus SPD, Freien Wählern und Linkspartei ihre Mehrheit mit zehn Sitzen (SPD fünf, Freie Wähler vier, Linke einen). Die CDU bleibt zweitstärkste Fraktion mit fünf Sitzen. Die Grünen sind mit einem Mandatsträger vertreten.

CDU stärkste Partei in Hainichen

Die CDU hatte am Sonntag 28 Prozent der Stimmen erhalten (2014: 35,3 Prozent), die SPD 23,8 Prozent (31,9), die Freien Wähler 20,8 Prozent (18,1) Prozent, die AfD 16,8 Prozent (2014 nicht angetreten), die Linken 8,4 Prozent (12,6) Prozent, die Grünen 2,5 (2,2 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag in Hainichen bei knapp 60 Prozent.

„Kann mit Ergebnis leben“

Überrascht zeigte sich Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) gegenüber der „Freien Presse“ vom Abschneiden der AfD, „zumal der Kandidat hier weitgehend unbekannt ist“.

Er könne mit dem Gesamtergebnis aber leben, wird er zitiert. Sein Amt stand übrigens am Sonntag nicht zur Wahl: Als Amtsinhaber hatte Greysinger die Bürgermeisterwahl, die bereits im September 2018 stattfand, mit deutlichem Vorsprung auf seinen Herausforderer Joachim Fänder (CDU) für sich entschieden.

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