Wahlkampf-Endspurt auf dem Markt - Parteien sind zufrieden

hzKommunalwahl in Dorsten

Eine Woche vor der Kommunalwahl gingen die politischen Parteien in der Dorstener Innenstadt nochmal auf Stimmenfang. Der Wahlkampf in diesem Jahr war durch Corona anders als gewohnt.

Dorsten

, 06.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stimmung kurz vor der Wahl am 13. September ist gut – darüber sind sich CDU, SPD, FDP und Grüne am Samstag in der Altstadt einig. Trotz des Regenwetters wurde auf dem Altstadtmarkt noch mal die Werbetrommel gerührt. Auch wenn sich die meisten Innenstadt-Besucher bei den Schauern unter ihren Regenschirmen versteckten und sich am liebsten ganz schnell nach Hause verdrückt hätten.

Auch darüber, dass „der Umgang aller demokratischen Parteien miteinander sehr respektvoll und fair“ war, sind sich die politischen Vertreter an diesem Endspurt-Tag einig. Was in diesem Jahr allerdings eine große Herausforderung ist, ist der Umgang mit der Corona-Pandemie.

„Wir stehen mit unserem Gesicht für Themen“

„Die persönliche Ansprache von Wählern ist mit Mund-Nasen-Schutz natürlich schwierig“, so Hendrik Schulze-Oechtering von der CDU. „Wir stehen ja auch mit unserem Gesicht für die Themen. Als Politiker wollen wir den Bürgern aber mit gutem Vorbild vorangehen.“

Auch Mauritz Hagemann, Bürgermeisterkandidat der Grünen, musste sich erst an diesen Wahlkampf erst einmal gewöhnen. „Man will ja auf die Leute zugehen. Mittlerweile hat man den Umgang aber gelernt“, so Hagemann.

Durch Corona, so sagt Lutz Ludwig (FDP), habe sich der Wahlkampf stärker ins Internet verlagert. Der Liberale wollte aber nicht auf den klassischen Straßenwahlkampf verzichten. „Ich habe in diesem Jahr das Gefühl, dass das Politikinteresse gestiegen ist, besonders bei jüngeren Menschen“, so der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion.

Erstaunliche Anzahl von Briefwählern in Dorsten

Die SPD stimmte dem zu. „Corona hat die Menschen sensibilisiert“, sagt Julian Fragemann. „Das zeigt ja schon die starke Briefwahlbeteiligung.“ In manchen Wahlbezirken in Dorsten liegt sie bei 30 Prozent. Mehr als 14.000 Wahlberechtigte haben Briefwahl beantragt. Eine erstaunliche Anzahl, die weit über dem Ergebnis der Wahlen von 2014 liegt. Auch die Genossen der SPD setzten neben Präsenzwahlkampf in schwierigen Corona-Zeiten auf Online-Werbung. „Im Rahmen der Coronakrise haben wir das Bestmögliche gemacht“, sagt Fragemann.

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Ein letztes Mal rührte auch ein Aktionsbündnis die Werbetrommel zur Wahlbeteiligung vor allem für junge Menschen. Hier hatte sich Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst maßgeblich engagiert - ob seine Mitstreiter und er Erfolg mit der Kampagne an Schulen hatten, wird sich am Wahlsonntag zeigen.

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