Kontaktpersonen von mit dem Coronavirus Infizierten können sich in Dorsten ab sofort freitesten. Dabei gelten unterschiedliche Regeln für Kitakinder und Schüler. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Kontaktpersonen können sich in Dorsten ab sofort freitesten

Der Kreis Recklinghausen hat die neuen Quarantäneregeln für Corona-Kontaktpersonen veröffentlicht. Sie gelten ab sofort. Für Schüler gelten Sonderregeln.

Dorstener Kita-Kinder, die aufgrund positiver Coronafälle in der Gruppe in Quarantäne sitzen, obwohl sie es aufgrund neuer Regelungen des Landes vielleicht gar nicht müssten – dieser Fall hat Ende vergangener Woche die Gemüter vieler Eltern erhitzt. Jetzt hat der Kreis Recklinghausen die neuen Maßnahmen veröffentlicht – sie gelten ab sofort.

Generell gilt seit Montag (13. September) für Kontaktpersonen von positiv Getesteten, dass die Quarantänezeit von 14 auf zehn Tage reduziert wird. Eine Freitestung ist möglich – wenn keine Symptome vorliegen. Am fünften Tag der Quarantäne muss dafür ein PCR-Test beim Arzt gemacht werden (Auswertung kann mehr als 48 Stunden dauern), nach sieben Tagen reicht ein Antigen-Schnelltest eines Testzentrums.

Als erster Tag der Quarantäne gilt dabei der Tag nach dem letzten Kontakt zum Infizierten. Das negative Testergebnis muss dem Gesundheitsamt des Kreises mit dem Betreff „Quarantäneverkürzung“ und unter Angabe des Wohnortes an die E-Mail-Adresse Befundmeldung@kreis-re.de zugeschickt werden.

Nur noch infizierte Schüler müssen in Dorsten in Quarantäne

„Für Schüler, die Kontaktpersonen sind, gelten Sonderregelungen, da sie ja regelmäßig in der Schule getestet werden“, erklärt Kreissprecherin Lena Heimers. Schüler dürften sich bereits am fünften Tag der Quarantäne mit einem Schnelltest eines Testzentrums freitesten. Generell müssten sich in Schulen aber auch nur noch infizierte Schüler in Quarantäne begeben.

Ähnlich sieht es bei Kita-Kindern aus. „Da die Kinder dort aber ja nicht regelmäßig getestet werden, gelten beim Freitesten für sie die gleichen Regeln wie für andere Kontaktpersonen“, erklärt Heimers. Kita-Kinder können also auch nach fünf Tagen mit einem PCR-Test und nach sieben Tagen mit einem hochwertigen Antigen-Schnelltest aus der Quarantäne freigetestet werden.

Fünf Kinder aus Dorstener Kita positiv getestet

All das gelte, so der Kreis, jedoch nur, wenn es sich in der betroffenen Einrichtung nicht um ein Ausbruchsgeschehen handele. An dieser Stelle kommt der Fall der Dorstener Kita zum Tragen. Der Enkel von Andreas Baumeister besucht die betroffene Kita. Baumeister berichtet, dass von den insgesamt 17 Kindern der Dorstener Kita-Gruppe inzwischen fünf positiv auf das Coronavirus getestet wurden – gleiches gelte für zwei Erzieher. „Das klingt definitiv nach einem Ausbruchsgeschehen“, bestätigt Kreissprecherin Heimers.

Auch Baumeisters Enkel ist infiziert. „Ihm geht es seit Tagen schlecht, er hat hohes Fieber“, erzählt Baumeister. Im Gegensatz zu anderen Eltern der Kita kann er insgesamt jedoch nur Positives über die Kommunikation mit Gesundheitsamt, Kita und der Stadt Dorsten berichten.

„Ich habe insgesamt dreimal mit dem Gesundheitsamt telefoniert und das hat nie länger als 20 Minuten gedauert. Die Quarantäneverfügung war schnell da – ich kann mich nicht beschweren“, sagt Baumeister. Er ist froh, dass Kreis und Stadt sehr vorsichtig gehandelt haben: „Man weiß nicht, wie viele Infizierte es sonst noch gegeben hätte.“

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Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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