Kreis Recklinghausen alarmiert: Erster Corona-Grenzwert fast erreicht

Coronavirus

Die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen steigt täglich. Jetzt ist der erste Grenzwert fast erreicht. Erste Städte reagieren bereits, doch es drohen überall Einschränkungen.

Dorsten

, 07.10.2020, 12:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Infektionszahlen sind im Kreis Recklinghausen in den letzten Tagen deutlich gestiegen, der erste Grenzwert ist fast erreicht. (Symbolbild)

Die Infektionszahlen sind im Kreis Recklinghausen in den letzten Tagen deutlich gestiegen, der erste Grenzwert ist fast erreicht. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

2458 Menschen im Kreis Recklinghausen sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Binnen sieben Tagen hat es 209 Neuinfektionen gegeben (Inzidenz 34,0). Der zusätzlich vom Land zum 1. September eingeführte Grenzwert von 35 Erkrankten pro 100.000 Einwohner liegt umgerechnet bei 215 Neuinfektionen. Land und Bund haben festgelegt, dass in kreisfreien Städten und Kreisen lokale Maßnahmen getroffen werden müssen, sobald ein Grenzwert überschritten ist.

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In Dorsten ist die Lage noch vergleichsweise entspannt. 21 Erkrankte sind hier derzeit registriert, der Inzidenzwert liegt bei 16,1. In anderen Städten sieht es anders aus.

Gladbeck gilt seit Tagen als „Corona-Hotspot“ im Kreis Recklinghausen. Der Inzidenzwert lag am Mittwoch bei 81,1. Auch Waltrop (44,3) und Recklinghausen (42,8) liegen klar über dem ersten Grenzwert. Der scheidende Landrat Cay Sübercrüb (SPD) war bei der Landesregierung zuletzt mit einem Vorstoß gescheitert, die Situation der Städte einzeln beurteilen zu können.

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So könnte es in den nächsten Tagen passieren, dass Empfehlungen und einschränkende Maßnahmen für den ganzen Recklinghausen verfügt werden, obwohl beispielsweise die Situation in Dorsten eine deutliche andere ist als in der Nachbarstadt Gladbeck. Im Gespräch sind eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Schulen und eine deutliche Reduzierung der Personenzahl bei privaten Feiern.

Landrat Cay Sübercrüb. „„Ich habe bereits Ende August darauf hingewiesen, dass ich es für nicht verantwortlich halte, die Maskenpflicht in Schulen zurückzunehmen. Die Konsequenzen spiegeln sich dabei nicht nur in den Infektionszahlen, sondern sind ebenso deutlich in der Arbeitsbelastung der Mitarbeiter des Gesundheitsamt und des Deutschen Roten Kreuzes spürbar.“

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