Land fördert den Umbau des Heimathauses Hervest mit 195.500 Euro

hzAlte Backstube

195.000 Euro bekommt der Heimatverein Hervest für sein Heimathaus an der Glück-Auf-Straße. Heimatministerin Ina Scharrenbach brachte den Bescheid am Dienstag selbst vorbei.

Hervest

, 01.07.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Klotschen, blauer Kittel: Zum Empfang der NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) hatte sich der Vorsitzende des Heimatvereins Hervest am Dienstagmittag in heimatliche „Schale geschmissen“. Ein angemessener Auftritt von Hans Fromm, denn immerhin ehrte die Ministerin den Heimatverein nicht nur mit ihrem Besuch, sondern auch mit einem Förderbescheid.

Mit 195.900 Euro bezuschusst das Land den Umbau des Heimathauses Hervest an der Glück-Auf-Straße 376. Als die Förderzusage per E-Mail bei ihm eingetrudelt sei, berichtete Fromm, habe es ihm die Tränen der Rührung in die Augen getrieben. Denn erst diese Summe macht es möglich, den begonnenen Umbau der ehemaligen Bäckerei Meuser zu einem Haus der Vereine fortzusetzen und zu einem guten Ende zu bringen.

Backstube und ehemalige Ställe werden jetzt renoviert

Ina Scharrenbach gratulierte den Hervestern und Bürgermeister Tobias Stockhoff zu der guten Idee, das denkmalgeschützte Gebäude so herzurichten, dass es zu einem Treffpunkt fürs ganze Dorf werden kann.

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Der ehemalige Bäckerladen im Vorderhaus hat bereits eine gründliche Sanierung erfahren, jetzt kann der Verein auch die Backstube und den ehemaligen Schweine- und Pferdestall ausbauen. Entstehen sollen ein großer Veranstaltungsraum für rund 100 Personen inklusive Toiletten. Alles nach modernen Regeln für Schallschutz, Statik, Wärmedämmung und Barrierefreiheit.

Mietvertrag für die Deel läuft am Jahresende aus

Die angemietete Hervester Deele auf dem Hof Schulte Tenderich muss der Heimatverein bekanntlich zum Jahresende aufgeben, da kam der Förderbescheid aus Düsseldorf jetzt wie gerufen. Die Ministerin lobte das Vertragswerk zwischen dem Heimatverein und Hausbesitzer Meuser, der an der Glück-Auf-Straße lebenslanges Wohnrecht behält, als „grandiose Lösung“.

Die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins führten Ina Scharrenbach nach der Übergabe des Bewilligungsbescheides durch den mit 120.000 Euro Eigenmitteln bereits renovierten Teil des Heimathauses.

Als Erinnerung an ihren Besuch in Hervest überreichte Bürgermeister Stockhoff der Politikerin die heimatverbundenen Bilderbücher von der Lippe-Biber-Bande. Hans Fromm gab Ina Scharrenbach eine Flasche Schnaps und ganz viel Dank im Namen der Hervester Dorfgemeinschaft mit auf den Weg in die Landeshauptstadt. Er versicherte, das Amt des Vorsitzenden des Heimatvereins immer schon gerne gemacht zu haben, mit 195.500 Euro im Rücken mache er das jetzt allerdings noch lieber.

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