Landwirt Markus (21) ist an Leukämie erkrankt - Hilfsaktion vorbereitet

hzLeukämie-Erkrankung

Es begann mit Nasenbluten, das nicht mehr aufhörte. Zwei Tage später wusste Markus (21), dass er an Leukämie erkrankt ist. Doch der junge Landwirt sagt: „Aufgeben ist keine Option!“

Heiden, Lembeck

, 04.03.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Markus Limberg ist noch nie richtig krank gewesen. „Eine Grippe kenne ich gar nicht“, sagt er. Auch als das Nasenbluten, das er vor knapp drei Wochen urplötzlich bekam, nicht mehr aufhören wollte, machte er sich keine Gedanken. Er fuhr am 15. Februar mit seiner Freundin Lara ins Krankenhaus, ließ die Stelle veröden. Die Blutprobe? Reine Routine, dachte er.

Verdächtige Flecken auf den Oberschenkeln

Zwei Tage später erfuhr Markus Limberg die Diagnose: Der junge Landwirt aus Heiden ist an Leukämie erkrankt. Die Flecken auf den Oberschenkeln kamen seinem Hausarzt verdächtig vor, die Schock-Diagnose folgt wenige Stunden später in der Uni-Klinik in Münster. „Ich habe das erst nicht so richtig realisiert“, gibt der junge Mann zu.

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Mittlerweile hat der 21-Jährige seine zweite Chemotherapie bekommen. „Ich fühle mich gut“, sagt er. Seine Mutter Annette und Lara, seine große Liebe, haben derweil eine Hilfsaktion organisiert. Denn möglicherweise kann nur eine Stammzellspende Markus‘ Leben retten.

Typisierungsaktion in Borken

Am 25. März (Mittwoch) findet von 15 bis 19 Uhr in der Aula der Berufsfachschule der Landwirtschaftskammer in Borken eine Typisierungsaktion statt. Dort hat Markus Limberg nach seiner Ausbildung zum Landwirt ein Studium begonnen. Später will er mit seinem Bruder Stefan (23) den elterlichen Hof in Heiden übernehmen - aber dafür muss er erstmal wieder gesund werden.

Die „Hoffnung auf ein zweites Leben“ wird von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) unterstützt. Zu ihr hat die Familie nach der Diagnose sofort Kontakt aufgenommen und das weitere Vorgehen besprochen.

Die Solidarität ist riesig. Ein Facebook-Post der Schützenbruderschaft St. Georgius Heiden-Leblich mit dem Typisierungstermin wurde 300-mal geteilt. Dort ist Markus Limberg Mitglied. Auch aus dem angrenzenden Lembeck gibt es mentale Unterstützung: „Ich habe einige Bekannte dort.“

Bruder kommt als Spender nicht infrage

Eine Hoffnung hat sich für Markus Limberg bereits zerschlagen: „Mein Bruder kommt als Stammzellspender nicht infrage.“ Stefan hatte sich sofort typisieren lassen, die Treffer-Chance lag bei 25 Prozent.

Ob bei der Typisierungsaktion in Borken ein geeigneter Spender gefunden wird, ist fraglich, „aber es ist trotzdem wichtig, sich registrieren zu lassen“, sagt Markus Limberg. „Wenn nicht mir unmittelbar geholfen werden kann, dann vielleicht einem anderen Menschen, der an Blutkrebs erkrankt ist.“

Markus Limberg weiß, wie sich das anfühlt, aber: „Aufgeben ist keine Option.“ In dieser Woche hat er die zweite Chemotherapie bekommen, „mir geht es erstaunlich gut“. Nächste Woche wird die Dosis erhöht, Familie und Freunde geben ihm viel Kraft und Optimismus in dieser schweren Zeit.

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