Max (6) leidet an tödlichem Hirntumor - es gibt nur eine Hoffnung

Spendenaktion

Ein Kind (6) aus Dorsten leidet an einem wohl unheilbaren Hirntumor. Jetzt ist eine Spendenaktion angelaufen, um ein vielleicht lebensrettendes Medikament zu finanzieren.

Dorsten

von Dorstener Zeitung

, 18.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der sechsjährige Max aus Dorsten leidet an einem Hirntumor, der nicht operiert werden kann.

Der sechsjährige Max aus Dorsten leidet an einem Hirntumor, der nicht operiert werden kann. © privat

Den 18. Juni 2020 bekommt Iwona Kaluzna nicht mehr aus dem Kopf. Es war der Tag, als sie erfuhr, dass ihr Sohn Max (6) an einem Hirntumor leidet. Das diffuse Mittelliniengliom, so nennen Fachärzte diesen Tumor, sitzt an einer Stelle am Hirnstamm, an der eine Operation nicht möglich ist.

Max muss zu Hause bleiben

Max sowie seine Familie wurden von jetzt auf gleich aus ihrem Alltag herausgerissen. Der fröhliche, aufgeweckte Junge konnte nicht mehr in den Kindergarten, konnte keine Freunde mehr treffen. Wegen der Infektionsgefahr muss Max seine Zeit zu Hause mit seinen Schwestern und seiner Mutter verbringen und ist immer mehr auf deren Hilfe angewiesen.

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„Mittlerweile kann er kaum noch laufen und hat zudem erhebliche Sehschwierigkeiten“, sagt seine Mutter. Fünf Tage im Monat wird er ambulant in der Uniklinik Essen mit Bestrahlungen und Chemotherapie behandelt, um ihm ein wenig Linderung zu verschaffen.

Medikament noch nicht zugelassen

Iwona Kaluznas wohl letzte Hoffnung heißt ONC-201, ein Medikament, das in Deutschland noch nicht zugelassen ist und von der Krankenkasse deshalb nicht bezahlt wird. Laut einem Bericht der „Potsdamer Neueste Nachrichten“ sagte eine Sprecherin der Deutschen Krebsgesellschaft vor einigen Monaten: „Das Medikament befindet sich derzeit in einer sehr frühen Phase der klinischen Entwicklung. Für Patienten ist der Wirkstoff möglicherweise der letzte Strohhalm.“

Max mit seiner Mutter (l.) und seinen beiden Schwestern. Der Junge ist immer mehr auf die Hilfe seiner Familie angewiesen.

Max mit seiner Mutter (l.) und seinen beiden Schwestern. Der Junge ist immer mehr auf die Hilfe seiner Familie angewiesen. © privat

Daran klammern sich auch die Mutter von Max und seine älteren Schwestern. Sie hoffen auf Spenden, um die monatlich 2550 Euro teure Therapie für den todkranken Sechsjährigen zu finanzieren. Der Caritasverband in Dorsten hat nun ein Spendenkonto eingerichtet.

„Maximilian und seine Familie werden seit Beginn der niederschmetternden Diagnose intensiv haupt- und ehrenamtlich vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Recklinghausen begleitet. In Absprache mit der Familie sollen eventuelle Spendenüberschüsse an diese Einrichtung gehen“, so Sabine Cremer vom Caritasverband.

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Auf die Idee der Charity-Aktion kamen die Erzieherinnen der Kindertagesstätte an der Marler Straße, die Max zuletzt besucht hat. Viele Privatleute und Organisationen, wie beispielsweise die Caritas, Pfarrer Dr. Stephan Rüdiger und Claudia Esser von der Pfarrei St. Agatha, Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie die gleichzeitige Veröffentlichung in allen Dorstener Medien, machen nun auf Max‘ Schicksal aufmerksam.

Spendenkonto: Sparkasse Vest, IBAN DE44 4265 0150 1000 5355 40. Kontoinhaber: Caritasverband Dorsten e.V., Stichwort: Max Kaluzna. Für Spenden ab 200 Euro wird eine Quittung ausgestellt, dann Name und Adresse nicht vergessen.
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