Maya Fadeeva begeisterte mit einer Stimme wie Amy Winehouse

hzKonzert

Maya Fadeeva war am Freitagabend mit Musikern aus dem „Club des Belugas“ im Gemeinschaftshaus Wulfen zu Gast und entfaltete ihr stimmliches Potenzial ganz im Stile von Amy Winehouse.

von Gregor Rößmann

Wulfen-Barkenberg

, 03.10.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich hatte der Veranstalter „Public-Jazz-Events“ das Konzert im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus geplant. Dort war es aber zu Unstimmigkeiten bezüglich der Miete im Zusammenhang mit der Corona-bedingt verringerten Zuschauerzahl gekommen. Zum Glück hatte man dann aber mit dem Gemeinschaftshaus einen passenden Spielort finden können.

Deutsch-russische Künstlerin aus Hürth

Maya Fadeeva begrüßte bestens gelaunt das aufgelockert sitzende und zahlreich erschienene Publikum, das laut Veranstalter aus über 30 Städten angereist war. Im Gepäck hatte die deutsch-russische Künstlerin aus Hürth, die über Umwege über die USA seit ihrem elften Lebensjahr in Deutschland lebt, Stücke aus ihrem Debütalbum „Chameleon“ , einige neue Stücke und von ihr interpretierte Klassiker.

Die Musiker harmonierten und bewiesen viel Spielfreude.

Die Musiker harmonierten und bewiesen viel Spielfreude. © Gregor Rößmann

Mit dem Welthit „Over the Rainbow“ eröffnete Fadeeva, wunderschön gesungen, ihren Auftritt. Dieser Klassiker war, wie auch viele andere ihrer Stücke, von „Reggae Beats“ getragen und entwickelte zusammen mit dem jazzigen Grundton einen ganz besonderen Charme. Als bekennender Michael-Jackson-Fan durfte auch ein stark gesungenes Cover von „Rock with You“ nicht fehlen. Im gut gelaunten „Song for everyone“ bewiesen die Musiker ihre Spielfreude, Fadeeva imitierte sehr gelungen stimmlich eine Trompete und Nico Brandenburger legte am Kontrabass eine anspruchsvolle Einlage hin.

Musiker harmonierten sehr eindrucksvoll

Überhaupt harmonierten die Musiker, jeder eine Klasse für sich, sehr eindrucksvoll. Sie hielten zusammen verschiedenste Tempi sauber durch, meisterten humorvoll kurze Tonprobleme und ließen der Sängerin immer den nötigen Raum. Den nutzte sie bei Stücken wie „Fire“ in voller Breite und entfaltete im Stil der verstorbenen, britischen Ikone Amy Winehouse, ihr unglaubliches stimmliches Potenzial. Ein tolles Solo gab es vom Pianisten und Keyboarder Mike Roelofs in „Supergirl“ von Reamon und zusammen sang dieser dann ein gelungenes Duett mit Fadeeva in „You got a Friend in me“ aus der Toy Story.

Lockeres Gewand und coole Grooves

Ausgelassen und voller Spielfreude brachten die Künstler noch den lustigen „Coconut Song“, und in lockerem Gewand und mit coolen Grooves in Armstrongs „Wonderful World“ des Schlagzeugers Tim Dudek endete ein toller Konzertabend. Nach dem Konzert signierte Maya noch ihre CD und stellte sich den Fragen ihrer Fans. Fragt man sie nach Russland, lächelt sie und braucht nicht viele Worte. Gibt es noch eine russische Seele , Maya? „Total!“ antwortet sie und fasst sich ans Herz.

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