Auch diese Gruppe sollte eigentlich beim Mittelalter-Markt in Dorsten teilnehmen. © Privat
Bürgerpark

Mittelalter-Markt im Bürgerpark erneut verschoben: Zuschuss verfällt

Ein Historien-Spektakel in Dorsten wird erneut verschoben, denn Händler und Gruppen sind schon woanders gebucht. Damit verfällt ein wichtiger finanzieller Zuschuss für den Mittelaltermarkt.

Ritter, Gaukler, Minnesänger und holde Maiden: Die Dorstener Event-Landschaft sollte schon längst um eine Attraktion reicher geworden sein. Doch die für Mai 2020 im Bürgerpark Maria Lindenhof geplante Premiere eines viertägigen großen Mittelalter-Marktes mit Lager, historischer Handwerkskunst und Schaukämpfen wurde wegen der Corona-Pandemie auf September dieses Jahres verschoben.

Doch jetzt gibt es eine weitere betrübliche Kunde. „Wir müssen leider in diesem Jahr die Veranstaltung erneut vertagen“, teilte Johannes Kratz, Vorsitzender des Bürgerpark-Vereins, auf der jüngsten Sitzung der „Mitte-Konferenz“ mit. Das habe aber nichts mit möglichen neuerlichen Coronaschutz-Bestimmungen zu tun.

Denn es habe sich herausgestellt, dass im Herbst in ganz Deutschland so viele im Vorjahr verschobene Mittelalter-Märkte stattfinden, dass es laut Kratz nicht möglich gewesen sei, die vorgesehenen Händler und Gruppen nach Dorsten zu holen – sie hatten fast alle gültige Verträge für zeitgleich laufende Märkte.

Verzicht auf 3.000 Euro

Die erneute Verschiebung hat leider zur Folge, dass der Bürgerpark-Verein auf den im Vorjahr von der Mitte-Konferenz bewilligten Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro aus dem Bürgerfonds verzichten muss.

Da dieses Wir-machen-Mitte-Förderprogramm in diesem Jahr ausläuft, hätte die Zuwendung bis Jahresende abgerechnet sein müssen. Der Bürgerparkverein hofft nun, dass er für das nächste Jahr Geld aus anderen Spendentöpfen erhält.

Bislang fand die Kunstroute (hier ein Archivbild von 2017) im Quarzhaus statt, in diesem Jahr laden die Künstlerinnen und Künstler vom Kunstverein
Bislang fand die Kunstroute (hier ein Archivbild von 2017) im Quarzhaus statt, in diesem Jahr laden die Künstlerinnen und Künstler vom Kunstverein „Virtuell-Visuell” jedoch in den Bürgerpark ein. © Michael Klein (Archiv) © Michael Klein (Archiv)

Die Veranstaltung soll nämlich weiterhin eine feste Einrichtung in Dorsten werden. Die Stadtagentur möchte nämlich, dass der Mittelaltermarkt – wenn er erfolgreich startet – künftig den „Tag der Hanse“ ablöst, der bislang im Mai in der Innenstadt begangen wurde. Denn der Mittelalter-Markt soll insbesondere auch anschaulich „über das Leben und Feiern zur Zeit der Hanse-Gründung“ informieren.

Kleidungs- und Spielzeugmarkt

Auch wenn das Historien-Spektakel nicht stattfinden wird: Der Bürgerpark wird laut „Park-Bürgermeister“ Johannes Kratz im Herbst mehrere Veranstaltungs-Premieren bieten. So wird es dort Ende August einen großen Kinder-Kleidungs- und Spielzeugmarkt geben: „Viele Familien in Dorsten warten schon darauf“, so Kratz.

Außerdem ist im September die von Mitgliedern des Kunst-Vereins „Virtuell-Visuell“ mitorganisierte und in den vergangenen Jahren im „Quarzhaus“ über die Bühne gegangene „Kunstroute“ zu Gast. „Die Künstler werden ein ganzes Wochenende den Park bespielen.“

Und dann ist für Ende September auf dem Parkgelände eine Umweltmesse geplant, auf der sich Vereine, Verbände und Unternehmen präsentieren werden.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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