Coronavirus

Mode-Verkäuferinnen testen Kunden in Dorsten jetzt auch auf Corona

Ein Modehaus in Dorsten hat ein eigenes Corona-Testzentrum eingerichtet, in dem sich nicht nur Kunden kostenlos testen lassen können. Mitarbeiterinnen sind eigens dafür geschult worden.
Testzentrum Modehaus SiNN
Gabriele Ridderskamp-Bonfiglio ist eine von sieben Mitarbeiterinnen, die sich für das Testzentrum haben schulen und zertifizieren lassen. © Stefan Diebäcker

Eigentlich verkauft Gabriele Ridderskamp-Bonfiglio Mode und ist schick gekleidet, wenn sie Kunden berät. Jetzt trägt sie einen Schutzumhang, ein durchsichtiges Visier und eine FFP2-Maske. Denn sie ist mit einer Kollegin eingeteilt für das Bürgerschnelltestzentrum, das ihr Arbeitgeber wenige Wochen nach der Neueröffnung in Dorsten eingerichtet hat.

Sieben Mitarbeiterinnen wurden ausgebildet

Mit schwarzem Stoff bezogene Stellwände grenzen den Arbeitsbereich von Gabriele Ridderskamp-Bonfiglio von der übrigen Verkaufsfläche im Erdgeschoss des Modehauses SiNN ab. Plakate am Haupteingang weisen den Weg zum seitlichen Zugang und zum kleinen Testzentrum. „Wir haben sieben Mitarbeiterinnen ausbilden und zertifizieren lassen“, sagt die stellvertretende Store-Managerin Sandra Rux.

Seit Montag haben sich täglich etwa ein Dutzend Dorstener dort testen lassen – kostenlos, auch ohne Terminabsprache. Anschließend gibt es eine Bescheinigung, die Ergebnisse werden außerdem täglich ans Kreisgesundheitsamt übermittelt. Ein positives war noch nicht dabei. Gleich neben dem Modehaus, in der ehemaligen Zeemann-Filiale, gibt es ein weiteres Testzentrum, aber „steigende Coronazahlen verlangen besondere Maßnahmen“, glaubt Sandra Rux.

„Ein Beitrag zur Normalisierung“

SiNN will die Testmöglichkeit in all seinen Bekleidungshäusern als „Beitrag zur Normalisierung der Situation im Einzelhandel“ verstanden wissen. „Wir gehen davon aus, dass negative Corona-Testergebnisse noch viele Monate Voraussetzung sein werden, um an großen Teilen des öffentlichen Lebens, u.a. auch am Shopping, teilnehmen zu können“, glaubt der Sprecher der SiNN-Gruppe, Friedrich-Wilhelm Göbel.

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