Zweitakter knattern in Dorsten über den Acker: „Unser lustigstes Mofarennen aller Zeiten“

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Das spektakuläre Mofa-Rennen „Aufm Maisfeld links“ findet erneut in Dorsten statt. Es gibt Änderungen - und das Parkchaos aus dem Vorjahr wollen die Veranstalter auch in den Griff bekommen.

Dorsten

, 02.03.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf die Mofas, fertig, los! Diesen Termin haben sich die Zweitakt-Freunde aus der Region schon längst rot und fett in ihren Terminkalendern notiert: Am 14. März (Samstag) steigt ab 13 Uhr die fünfte Ausgabe der Acker-Wettfahrt „Aufm Maisfeld links“.

„Das wird unser lustigstes Mofa-Rennen aller Zeiten“, kündigt „Road-Captain“ Florian Klomfaß an, der auch diesmal in seinem abgedrehten „Safety-Cart“ den Wettbewerb freigeben wird.

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Im vergangenen Jahr hatte ein schweres Gewitter für einen Abbruch des Zweirad-Spektakels an der Grenze der beiden Dorstener Stadtteile Hardt und Östrich gesorgt. Angesichts der regnerischen Wetter-Prognosen dürfte auch diesmal wieder für schweres Geläuf an der Gahlener Straße 241 auf dem Grundstück des Hardter Ex-Schützenkönigs Udo Kolanczyk gesorgt sein.

"Road-Captain" Florian Klomfaß gab das Rennen 2019 in seinem Safety-Cart frei.

„Road-Captain" Florian Klomfaß gab das Rennen 2019 in seinem Safety-Cart frei. © Martin Große-Geldermann

„Das wird schwer unterhaltsam für die Zuschauer werden“, prophezeit Mit-Organisator Florian Klomfaß. „Denn es werden noch mehr Karren als sonst im Schlamm stecken bleiben.“

Regeln verschärft

Denn der Ausrichter-Verein „Hardt am Limit“ - nach eigenen Worten „der geilste Mofaclub der Welt“ - hat seine Regeln stark verschärft und das Teilnehmerfeld „entschleunigt“: Geländegängige Enduro-Maschinen und Motor-Cross-Zweiräder über 50 Kubikzentimeter haben auf der Kampf-Flur ab sofort nichts mehr suchen.

„Das hat ja im letzten Jahr ausgesehen, als würde hier die Rallye Paris-Dakar stattfinden, das ist echt eskaliert“, sagt der „Road-Captain“. „Back to the Basics“ lautet das Motto, oder: „Lieber im lustigen Rahmen schleichen als bei Vollspeed die Haxen brechen.“

An der Rennstrecke an der Gahlener Straße 241 werden mindestens 1000 Zuschauer erwartet.

An der Rennstrecke an der Gahlener Straße 241 werden mindestens 1000 Zuschauer erwartet. © Martin Große-Geldermann

Der Teilnehmerresonanz tat dies keinen Abbruch: „Wir haben am 1. Oktober 2019 das Anmeldeformular im Internet freigeschaltet, keine 24 Stunden später war das Feld mit 30 Teams ausgebucht.“

Mit dabei sind Frauen wie Männer, langjährige Motorradfahrer-Freaks wie stadtbekannte Auto-Oldtimer-Schrauber, Dorstener wie Schermbecker, aber auch Mitglieder befreundeter Mofa-Clubs bis hinauf nach Holland.

Alle Mitglieder eingebunden

Nur die inzwischen rund 70 Mitglieder von „Hardt am Limit“ haben in diesem Jahr keine aktive Renn-Equipe anmelden können. Der Grund: „Wir sind inzwischen alle intensiv in die Organisation mit eingebunden“, sagt Florian Klomfaß. „Wir sind selbst überwältigt, wir groß das Event inzwischen geworden ist.“

Allein für die „Verkehrswacht“ auf der Gahlener Straße zwischen Dorsten und Östrich müssen zahlreiche Mitglieder abgestellt werden. „Im vergangenen Jahr haben die Besucher trotz der Halteverbotsschilder ein mittelschweres Verkehrs-Chaos ausgelöst“, gesteht Klomfaß, der als „Interevent“-Veranstaltungsmacher und Moderator des alljährlichen „Eisstockmasters“ auf dem Marktplatz bekannt ist.

In diesem Jahr sind nur Zweiräder zugelassen, die ausdrücklich als Mofas erkennbar sind.

In diesem Jahr sind nur Zweiräder zugelassen, die ausdrücklich als Mofas erkennbar sind. © Martin Große-Geldermann

In diesem Jahr erwarten die Veranstalter mindestens 1000 Besucher. „In hervorragender Zusammenarbeit mit der Stadt“, so betont Klomfaß, „ist es uns gelungen, einen weiteren Riesen-Parkplatz anzubieten“. 7000 Quadrameter groß, direkt an der nächsten Kurve Richtung Östrich gelegen, „Staus wird es diesmal also wohl nicht mehr geben.“

Kein Vortraining mehr

Und auch keinen Lärm mehr im Vorfeld des Renn-Tages. Im vergangenen Jahr hatten sich Anwohner darüber beschwert, dass der Veranstaltungs-Acker schon Wochen zuvor als Trainingsgelände genutzt worden war. „Das machen wir nun aus Rücksicht auf die Östricher Nachbarn nicht mehr.“

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Das freie Training wird nun am Morgen des 14. März stattfinden. Mittags dann wird das Rennen gestartet, um 13 Uhr und damit viel früher als in den Vorjahren. „Wir wollen um 15.15 Uhr mit der Siegerehrung beginnen, damit wir pünktlich vor dem Derby Dortmund gegen Schalke fertig sind.“ Und auch auf dem Acker ist um 15.30 Uhr Anstoß. „Zum Bierfassen“, kündigt Florian Klomfaß an.

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