Am Lippedamm nahe der Hohenkamp-Brücke lag am Sonntag verstreut der von den feiernden Jugendlichen hinterlassene Müll. © Privat
Umweltverschmutzung

Müll nicht mitgenommen: Eltern verdonnern Jugendliche zum Saubermachen

Eine Gruppe von feiernden Jugendlichen hinterließ am Wochenende in Dorsten am Lippedamm eine Menge Müll. Anschließend aber griffen die Eltern eines daran beteiligten Mädchens durch.

Die Spaziergänger und Radfahrer, die am Sonntag morgen auf dem Lippedamm in Dorsten unterwegs waren, trauten ihren Augen nicht: Nahe der Hohenkamp-Brücke zwischen Maria Lindenhof und Holsterhausen lag überall verstreut Müll herum: leere Flaschen, Plastikbecher, Chipstüten, Zigarettenschachteln, Pizzakartons und vieles mehr – wie an so manchen Stellen im Dorstener Stadtgebiet, wo sich am Wochenende feiernde Gruppen getroffen hatten.

Doch später war dort alles wieder blitzeblank. Nicht etwa weil die Stadt saubergemacht oder weil die Abfallsünder selbst nachträglich Reue gezeigt hätten. Sondern weil ein Ehepaar mitbekommen hatte, dass ihre 15-jährige Tochter zum Feiervolk gehörte – und daraufhin die ganze Gruppe dazu verdonnerte, am Sonntag mit Schaufel, Besen und blauen Plastiksäcken zum Großreinemachen anzutanzen.

Nachfeier zum Schulabschluss

„Eine Kundin von uns hatte meine Tochter am Samstag inmitten der Gruppe gesehen und uns Fotos geschickt, wie es nachher dort aussah“, erzählte die Mutter, eine Dorstener Geschäftsfrau, unserer Redaktion. Die 15-Jährige hatte sich mit Freunden am Lippedamm zu einer Schulabschluss-Nachfeier getroffen.

„Daraufhin haben wir ihr ordentlich den Kopf gewaschen“, so die Mutter. „Denn als Familie machen wir immer bei den Besentagen mit und dann hinterlassen die jungen Leute einen Sauhaufen.“ Dass die 15-Jährige dann reihum ihre Freunde anrufen musste, sei ihr zwar ziemlich peinlich gewesen, so die Mutter, „aber das war uns egal, die Kinder müssen ja lernen, für so etwas geradezustehen.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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