Der Amsterdamer Musiker LYMA gilt als Newcomer mit großem Potenzial. © Ralf Pieper
Amphitheater-Konzert

Musik von LYMA ist ein abenteuerliches Crossover

Immer wiederkehrende Regenschauer machten am Samstagabend das LYMA-Konzert im Bürgerpark zu einem Event für ein ausgewähltes Publikum. Viele Dorstener scheinen wasserscheu zu sein.

Wegen des eher schlechten Wetters fand das Konzert vor sehr spärlich besetzten Rängen im Amphitheater statt. Die, die nicht gekommen sind, haben jedenfalls was verpasst.

Schon bei den ersten Songs wurde das Potenzial des frisch zusammengestellten Musikprojektes LYMA hörbar. Musik, die mal sanft schmeichelt, aber auch kraftvoll Druck machen kann, begeisterte die Zuhörer im Amphitheater. Musikalische Diversität ist ein Markenzeichen des Amsterdamer Musikers LYMA – Musik, die sich nicht auf ein Genre festlegen möchte.

Elektronische Elemente

Neben den Haupteinflüssen Rock, Soul und Hip Hop machten vor allem elektronische Elemente die Musik zu einem abenteuerlichen Crossover. „Eine sehr facettenreiche Musik“, meint Sylvia Czipka. „Toll, wie der Musiker verschiedene musikalische Stile zusammenbringt und es wie aus einem Guss präsentiert.“

Der Ansatz bei LYMA sind weniger ausgefeilte Songs, sondern Soundlandschaften, die mit wiederholten Soundteilen Hörerinnen und Hörer in eine Art Trancezustand versetzen sollen. Das Konzert endete mit einem absolut tanzbaren Stilmix und ließ die Besucher mitgehen. Auch wenn man beim Hören den Eindruck hatte, eine komplette Band stehe auf der Bühne, waren es doch nur LYMA und sein Freund Rebiere, unterstützt von Computern, die die vielen elektronischen Sounds reproduzierten.

Immer wieder tröpfelte es vom Himmel

Abenteuerlich war nicht nur die Musik – auch das Wetter mischte beim Abenteuer mit. Kurz nach Beginn des Konzertes musste unterbrochen werden, weil es kräftig anfing zu regnen. Nach rund einer halben Stunde ging es dann weiter. Immer wieder tröpfelte es vom Himmel, aber der große Regen blieb aus und das restliche Konzert konnte ohne Unterbrechung weitergehen. Aufgrund der Verzögerung dauerte das Event länger als geplant und als man bei Einbruch der Dunkelheit ohne Bühnenlicht dastand, beleuchtete man die Bühne kurzerhand mittels der Scheinwerfer eines am Rand der Bühne stehenden Autos.

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Es ist die Unterhaltung mit anderen Menschen bei Reportagen, das Einfangen von Stimmungen bei Veranstaltungen und die Teilnahme an verschiedensten kulturellen Events in erster Reihe, die meine Arbeit so vielfältig machen. Nachdem ich als ausgebildeter Fotograf viele Jahre „nur“ für die Bilder zuständig war, empfinde ich heute das Schreiben als zusätzlichen wertvollen Blick „hinter die Kulissen“.
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