Nach Brand in Kleiderkammer: Es müssen neue Räumlichkeiten her

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Der Sozialdienst katholischer Frauen muss nach dem Brand in der Kleiderkammer bei Null anfangen. Das ausgebrannte Gebäude ist vermutlich nicht zu retten. Sie suchen nun neue Räume.

Dorsten

, 20.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor beinahe einem Monat brannte das Gebäude an der Crawleystraße 9, in dem die Kleiderkammer ihr Zuhause gefunden hatte, aus.

Ausgebranntes Gebäude mit Spenden leergeräumt

Damals hofften die Ehrenamtlerinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen noch, dass sie nach einer Renovierung wieder würden loslegen können. Die Kleiderkammer auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft ist nach ersten Einschätzungen aber nicht wieder herzurichten.

„Wir haben am Freitag erfahren, dass das Gebäude sehr wahrscheinlich abgerissen werden muss“, so Hildegard Hemmer vom SkF. Dabei wollten die rund 30 Helferinnen gerade jetzt zur Wintersaison Kleidung an bedürftige Menschen verteilen.

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Schon Anfang des Monats baten sie um Spenden, um schnell wieder starten zu können. „Es kam auch was zusammen, sodass wir den Abtransport bezahlen konnten“, freut sich Hildegard Hemmer. Regale und Überbleibsel der Kleidung seien aber so stark kontaminiert, dass nichts wiederverwendet werden könne.

Von Anfang an klar: Die Kleiderkammer wird nicht ewig dort sein

Und jetzt auch noch die Nachricht, dass die Stadt, der das Gebäude gehört, es abreißen lassen will. Pressesprecher Ludger Böhne bestätigt diese Info aber nicht direkt. Er schreibt auf Nachfrage: „Ob das Gebäude abgerissen werden muss, ist noch nicht endgültig entschieden. Die Versicherung der Stadt Dorsten stellt gerade erst Zahlen zusammen hinsichtlich der möglichen Kosten für Abriss oder Sanierung bzw. Neubau.“

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Und er weist darauf hin, dass der freistehende Pavillon „von eher schlichter Bauart“, der nun ausgebrannt ist, immer schon unter dem Vorbehalt an die SkF vermietet wurde, dass „das gesamte Grundstück an der Crawleystraße irgendwann einer anderen Nutzung zugeführt werden kann“.

Den Frauen war das freilich bekannt. Nur bei einem Umzug hätten sie Regale und Kleiderspenden mitnehmen können in ein neues Domizil. Jetzt müssen sie bei null anfangen.

Wer kennt passende Räumlichkeiten?

Und dabei brauchen sie Hilfe. „Wir suchen Räumlichkeiten zwischen 100 und 150 Quadratmeter, die gut erreichbar sind, vor denen man auch parken kann. Natürlich müssen sie für uns bezahlbar sein“, beschreibt Hildegard Hemmer die Vorstellungen des SkF. Wer helfen kann, kann sich bei Hildegard Hemmer unter Hildegard-Hemmer@freenet.de, h.hemmer-skf-dorsten@web.de oder unter Tel. (02362) 41928 melden.

Auch die Stadt versuchte, Alternativen anzubieten. Denn, so schreibt Ludger Böhne, es erscheine „der Stadt gleichwohl sinnvoll, die SkF-Kleiderkammer nach dem Brand jetzt an einem anderen Standort neu zu etablieren, anstatt Geld zu investieren in ein Gebäude, das unter dem weiter bestehenden städtebaulichen Vorbehalt ‚auf Zeit’ saniert oder neu errichtet würde.“

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