Nach Brand in Turnhalle: Montessori-Schulen und Vereine ringen um Lösungen

hzNach dem Feuer

Der Brand in der Turnhalle der Montessori-Schulen hat Folgen. Der Sportunterricht für die 230 Kinder der Grund- und Reformschule fällt vorerst flach. Aber es kündigen sich Alternativen an.

Wulfen

, 08.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachricht schlug bei Sandra Grimm-Jandewerth wie ein Blitz ein: „Als ich davon erfuhr, dachte ich zunächst, im Schulgebäude hätte es gebrannt“, sagt die Schulleiterin der Montessori-Grundschule am Großen Ring in Wulfen. So gesehen war sie dann doch ein Stück weit erleichtert, dass das Feuer am 2. Januar „lediglich“ in der Turnhalle der ehemaligen Matthäusschule gewütet hatte. „Das hat jetzt aber Auswirkungen auf unser Sportangebot“, so Grimm-Jandewerth.

In der laufenden Schulwoche nach den Weihnachtsferien müssen die Grundschulkinder und Kinder der benachbarten Montessori-Reformschule auf Sportangebote in der vorsorglich gesperrten Turnhalle vorerst verzichten. „Niemand weiß zurzeit, ob die Halle überhaupt wieder genutzt werden kann“, so Grimm-Jandewerth. Denn der Brand habe beträchtlichen Schaden angerichtet.

Ausschließen können die Brandermittler der Polizei aber, dass das Feuer in der Halle mutwillig gelegt worden ist. „Unsere Sachverständigen haben bei ihren Untersuchungen keine Einwirkungen von außen feststellen können“, sagt Polizeisprecher Michael Franz auf unsere Anfrage.

Vereine und Schulen verhandeln mit der Stadt

Unabhängig davon, ob die Halle noch saniert werden kann oder abgerissen werden muss, laufen zwischen Stadt und Schule sowie einigen Vereinen, die die Matthäushalle genutzt haben, Gespräche, wo der Sportunterricht bzw. die Sportangebote alternativ stattfinden können.

„Es deuten sich Lösungen an“, sagt Sandra Grimm-Jandewerth. Da Turnhallen in der Dorstener Sportlandschaft aber dünn gesät und die vorhandenen Hallen überdies gut ausgebucht seien, sei es nicht so einfach, Lücken im Belegungsplan zu finden. Grimm-Jandewerth: „Wir müssen dann ja auch wissen, ob wir andere Hallen mit den Grundschulkindern fußläufig erreichen können oder einen Bus chartern müssen, um dorthin zu gelangen.“

Kooperation mit der Stadt wird gelobt

In diesem Zusammenhang erwähnte die Schulleiterin aber auch, dass die Kooperation mit der Stadt sehr gut klappe. „Für die Übergangszeit können wir die Kinder anderweitig mit Bewegungsangeboten beschäftigen, auch wenn die Übungen wegen des geringeren Platzangebotes eingeschränkt werden müssen.“

Die Montessori-Grundschule arbeite mit Angeboten nach Hengstenberg, einem speziellen Spiel- und Bewegungskonzept, „das machen wir dann im Bewegungsraum“. Stundenausfall gibt es an der Montessori-Schule trotz des gestrichenen Sportangebotes in der Halle jedenfalls nicht: „Dann wird eben mehr Freiarbeit gemacht.“

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