Nach Gerichtsurteil: Teppiche in der Innenstadt-Baustelle entfernt

Fußgängerzone

Damit die Passanten während der Bauarbeiten in der Fußgängerzone nicht die Geschäfte verschmutzen, wurden blaue Teppiche über die Schotterflächen gelegt. Doch dann stürzte eine Frau.

Dorsten

, 03.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die blauen Laufteppiche, wie hier rechts im Bild, mussten entfernt werden.

Die blauen Laufteppiche, wie hier rechts im Bild, mussten entfernt werden. © Michael Klein (A)

Auf der Lippestraße, auf der Essener Straße: Immer wieder gab es während der Umbauarbeiten der Fußgängerzone in den vergangenen zwei Jahren das gleiche Bild: Entlang der Fassaden der Geschäftslokale wurden blaue Laufteppiche über die Schotterflächen gelegt.

Doch der Sturz einer Bürgerin im Februar 2019 im Baustellenbereich führte nach Angaben der Stadt zu einem Urteilsspruch am Dorstener Amtsgericht. Dieses vertrat die Ansicht, dass die beklagte Baufirma ihrer von der Stadt übertragenen Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen sei.

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Stein des Anstoßes waren die Teppiche, mit denen eine unnötige Verschmutzung der Geschäfte in der Innenstadt während der Baumaßnahme bei vollem Geschäfts- und Kundenbetrieb verhindert werden sollte.

Keine Sicherheit

Die Teppiche suggerieren nach Ansicht des Gerichts eine Sicherheit für Passanten, die nicht gewährleistet werden könne. Nach dem Richterspruch hat die Baufirma die Teppiche in Abstimmung mit der Stadt entfernt. In der Recklinghäuser Straße, wo derzeit gearbeitet wird, kommen sie also nicht mehr zum Einsatz.

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„Gegebenenfalls müssen alternative Maßnahmen zu den Teppichen, die bisher überwiegend zu positiven Rückmeldungen führten, ergriffen werden“, heißt es nun vonseiten der Stadt. Die Stadt will die Situation beobachten und mit den Kaufleuten und übrigen Akteuren erörtern.

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