Neue Schützenkönige braucht das Land

Sparkonzept greift

HERVEST Die Marienschützen wollen das Schützenfest revolutionieren. Weniger Verpflichtungen, weniger Termine, dann finden sich auch in Zukunft Menschen, die Schützenkönig werden möchten.

von Von Hakan Keser

, 07.07.2009, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Schützenkönige braucht das Land

Glücklicher König auf den Schultern der Spielleute: Jörg Rambow von den Marienschützen.

Viele Schützenbrüder und eine Schützenschwester von den befreundeten Schützenvereinen begrüßte Paul Schürmann, Vorsitzender des Schützenvereins St. Marien Dorsten am Montagabend im Pfarrheim St. Marien, um das neue Konzept des Schützenfestes St. Marien vorzustellen. Die Marienschützen hatten zu diesem Termin eingeladen, da die Vorstellung dieses Konzeptes beim Krönungsball des diesjährigen Schützenfestes in Mai bei den befreundeten Schützenvereinen zu einigen Irritationen und Unstimmigkeiten geführt hatte. Mitglieder anderer Schützenvereine stellten fest, dass es dadurch zur einer sehr allgemein gehaltenen Diskussion gekommen sei, die den Eindruck entstehen ließ, dass das Dorstener Schützenwesen ein Problem habe.

Kernpunkt der Irritation: Die Marienschützen schicken ab diesem Jahr nur noch drei statt wie bislang acht Abordnungen zu den Schützenfesten in Dorsten. Nicht gerechnet hatte der Verein damit, dass die befreundeten Schützenvereine diese Neuerung dahingehend auffassten, dass Abordnungen anderer Schützenvereine nicht mehr eingeladen würden. "Das Festzelt steht allen Schützen und Bürgern offen" stellte Schürmann klar. Selbstverständlich würden in guter Tradition auch alle befreundeten Schützenvereine zum Schützenfest eingeladen.

Erfolg gibt Recht

"Der Vogel soll runter, denn neue Könige braucht das Land", erklärte Schürmann, der sich sicher ist, dass es mit dem neuen Konzept des Schützenfestes St. Marien einfacher wird, Dorstener für das Schützenwesen zu begeistern. Das Konzept trägt der eigenen Mitgliederentwicklung und der Erfahrung der letzten Jahre Rechnung. 2007 konnten die Marienschützen keinen Anwärter auf die Königswürde vorweisen. Ein bis dahin einmaliger Vorgang in der jungen Vereinsgeschichte. Das Ergebnis durch interne Gespräche und eine Umfrage unter den Mitgliedern des kleinsten und jüngsten Schützenvereins Dorsten ergab, dass nicht der finanzielle Aspekt, sondern eindeutig die vielen Verpflichtungen und Termine des Schützenkönigs eine Rolle spielt. Dem habe man mit einem neuen Ablauf bei ihrem Schützenfest und Neuregelung der Verpflichtungen des Schützenkönigs Rechnung getragen.

Der Erfolg gibt dem Verein, so von Schürmann, Recht. 2009 meldeten sich elf Königsanwärter beim Schützenfest.

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