Neue Zahlen, die den Mercaden in Dorsten Hoffnung machen

hzCoronavirus

Für die Mercaden gibt es zwei Zeitrechnungen: die Corona-Zeit und die Nach-Corona-Zeit. Neue Zahlen belegen, dass der Weg in die Normalität mühsam ist. Aber sie machen auch Hoffnung.

Dorsten

, 17.06.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den Mercaden ist es wie in allen Shopping-Centern: Der Einkaufsspaß kehrt nur langsam zurück. „Es fehlt noch das Einkaufsambiente“, erklärt Andrea Hegenbarth, Leiterin Centermanagement bei der Koprian IQ, die seit zweieinhalb Jahren die Entwicklung der Mercaden verantwortet.

„Es geht in kleinen Schritten bergauf“

Einkauf mit Schutzmaske, Abstandsregelungen, keine Verweilzone im Center - all das führt aus Sicht von Andrea Hegenbarth dazu, dass die Händler nicht die Umsätze erzielen können, die ohne die Pandemie erreicht werden könnten. Das Marketing ist eingeschränkt, Aktivitäten in der Ladenstraße sind verboten - „und doch beobachten wir, dass es in kleinen Schritten bergauf geht“, sagt sie.

Geschäftsführer Helmut Koprian untermauert dies mit Zahlen: „In der Coronakrise hatten wir ein Minus von 25 Prozent bei den Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr“, bestätigte er auf Anfrage. „Anfang Juni waren es minus 17 Prozent, letzte Woche nur noch minus 13 Prozent.“ Weniger Frequenz bedeutet auch weniger Umsätze bei den Geschäftsleuten.

Der neue Brunnen im Erdgeschoss der Mercaden soll im Juli oder August installiert werden.

Der neue Brunnen im Erdgeschoss der Mercaden soll im Juli oder August installiert werden. © Koprian IQ

Koprian geht davon aus, dass sich irgendwann zwischen Juli und September die Situation normalisiert und sich die Zahlen auf Vorjahresniveau bewegen. „Im Juli oder August wird auch der neue Brunnen im Erdgeschoss fertig sein, das gibt zusätzliches Flair.“

Entscheidend für den langfristigen Erfolg der Mercaden wird indes sein, neue Mieter zu finden. „In Sachen Vermietung geht es ebenfalls wieder voran. Langsam sind die ersten potenziellen Mieter wieder ansprechbar für das Thema.“

Neue Chancen durch neuen Bebauungsplan

Helmut Koprian war letzte Woche „wegen eines wichtigen Vermietungsgesprächs“ unterwegs, nächste Woche kommt der Geschäftsführer nach Dorsten. Er hat einen Termin mit der Stadtverwaltung wegen der Änderung des Bebauungsplans. Die hatte der Umwelt- und Planungsausschuss auf den Weg gebracht. Koprian hofft, auf diesem Weg „punktgenau Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher, aber auch der Entwicklung der Branchen anpassen“ zu können.

Jetzt lesen

Bedarf sieht er für die Mercaden in folgenden Bereichen: Kleinkaufhaus, Jeanshouse, Bio-Supermarkt, Lebensmittel-Discounter, Hartwaren-Discounter, Fachgeschäfte für Sneaker, junge Mode, Herrenbekleidung, Baby- und Kinderbekleidung. Und auch in Sachen Gastronomie sieht er Entwicklungsmöglichkeiten.

Lesen Sie jetzt