Neuer Hundesport schont Gelenke älterer Tiere: Dorstenerin unterrichtet Hoopers E‘Motion

hzHoopers E‘Motion

Vivian Seedorf aus Dorsten ist eine der wenigen Hoopers-E’Motion-Trainerinnen in Deutschland. Die neue Hundesportart macht Spaß, verlangt von Mensch und Tier aber auch viel Konzentration.

Dorsten

, 20.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Rasant flitzt der sechsjährige Zwergpudel Curly durch große Ringe, einen Tunnel und um Hütchen herum. In der Mitte der Reithalle steht Frauchen Vivian Seedorf, zeigt mit ihren Händen, in welche Richtung Curly laufen soll und ruft ihr motivierend immer wieder „Lauf!“ entgegen. Die 56-jährige Dorstenerin ist ausgebildete Trainerin für Hoopers E‘Motion, eine in Deutschland noch recht junge und unbekannte Hundesportart.

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Trainerin Vivian Seedorf erklärt Hoopers E'Motion

Schon früher hat Vivian Seedorf mit ihren Hunden Charly und Curly Agility gemacht. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie diesen Sport aber aufgeben. Doch sie lernte Katrin Werdin kennen und probierte zum ersten Mal Hoopers aus. Das Feuer war entfacht und 2018 entschied sich die Dorstenerin, eine Trainerausbildung zu machen. Heute ist sie eine von fünf Hooper-E’Motion-Trainern in Deutschland und bietet Kurse in der Reithalle des Rotthoffs Hof an.

Anweisungen durch Körpersprache und Kommandos

Hoopers ist eine Sportart aus Amerika, die für alle Hunde geeignet ist, da sie äußerst gelenkschonend ist. Anders als im Agility müssen die Hunde nämlich nicht springen oder extreme Wendungen vollziehen. Im Hoopers werden mit Bögen (Hoops), Pylonen, flexiblen Tonnen und Tunneln weiche Lauflinien erzeugt, die der Hund in Form eines Parcours absolviert. Geführt wird der Hund von seinem Hundeführer. Doch anders als im Agilty läuft der Mensch nicht mit, sondern gibt Anweisungen durch Körpersprache und dosierte Wortkommandos.

Neuer Hundesport schont Gelenke älterer Tiere: Dorstenerin unterrichtet Hoopers E‘Motion

Gaby Freiberg und Hündin Ylvi trainieren seit Anfang des Jahres bei Vivian Seedorf. © Julian Schäpertöns

„Es beginnt so, dass die Hunde erstmal lernen, um eine Pylone zu laufen“, erklärt Vivian Seedorf. „Das versuchen wir den Hunden schmackhaft zu machen, weil der Hund von sich aus nicht das Bedürfnis hat, um eine Plastikpylone zu laufen. Darum üben wir das mit viel positiver Bestätigung.“ Beherrschen die Hunde dies, wird dazu übergangen, den Hunden nach und nach beizubringen, einen ganzen Parcours mit verschiedenen Elementen abzulaufen.

Geschwindigkeit spielt beim Hoopers keine Rolle

Hund und Besitzer lernen sich aufeinander einzulassen und es entsteht ein unsichtbares Band, das durch Timing und Körpersprache dazu führt, dass der Hund sicher und auf große Distanzen durch einen Parcours geführt werden kann. Dabei spielt die Geschwindigkeit, mit der der Parcours abgearbeitet wird, keine Rolle. Im Fokus liegt das Miteinander und das dazu nötige Vertrauen ineinander.

Der Hundeführer lernt seinen Hund mit Körpersprache zu leiten und zu lenken. Der Hund lernt sich auf die Körpersprache des Menschen einzulassen und diese auch richtig zu lesen und umzusetzen. Das erfordert nicht nur zu Anfang von Mensch und Tier ein hohes Maß an Konzentration. „Es macht aber auch viel Spaß“, sagt Gaby Freiberg, die mit Hündin Ylvi seit Januar bei Vivian Seedorf trainiert.

Info

Neuer Hoopers-Kurs

  • Sabine Ridderskamp vom Rotthoffs Hof, Münsterstraße 43 in Bottrop, hat Vivian Seedorf die Möglichkeit gegeben, die Reithalle für ihre Hoopers-E’Motion-Kurse zu nutzen.
  • Am 31. Juli beginnt ein neuer Kurs, immer mittwochs von 18 bis 19 und von 19 bis 20 Uhr.
  • Für Informationen und Anmeldungen rund um den Hundesport ist Vivian Seedorf unter Tel. (0177) 84 84 733 oder per Mail erreichbar. Weitere Infos auf Vivian Seedorfs Website.
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