Bierbörse in Dorsten - es gibt noch Hoffnung

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Zum elften Mal sollte im August die Bierbörse in Dorsten stattfinden. Doch der Termin ist wegen der Coronakrise nicht zu halten. Eine generelle Absage für 2020 ist das aber nicht.

Dorsten

, 08.06.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die längste Theke der Stadt ist einer der beliebtesten Treffpunkte in Dorsten. Seit 2010 organisiert die Agentur Interevent die Bierbörse an der Wall- und Grabenanlage, auf dem Platz der Deutschen Einheit und in der Recklinghäuser Straße. Auch für die elfte Ausgabe vom 21. bis zum 23. August rechnete Geschäftsführer Thomas Hein wieder mit mehreren tausend Besuchern.

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Doch dann kam die Corona-Pandemie. Großveranstaltungen sind mindestens bis Ende August verboten. „Was danach passiert, kann derzeit niemand seriös sagen“, betont Thomas Hein. Sollten im Herbst Großveranstaltungen wieder möglich sein, „dann würden wir kurzfristig unseren Genehmigungsantrag bei der Stadt einreichen“, bestätigte Hein.

Händler haben enorme Verluste

Andere Städte haben ihre Bierbörsen bereits neu terminiert. Ein Wochenende im September oder Oktober würde sich auch in Dorsten sicherlich finden, die meisten der über 40 Händler kämen laut Hein garantiert. „Die haben enorme Verluste und sind froh über jede Veranstaltung.“

Unter den derzeitigen, schon etwas gelockerten Bedingungen ist eine Bierbörse aus Sicht der Interevent GmbH jedoch unrealistisch. Anders als in Freizeitparks könne man Besucher ja nicht stundenweise aufs Gelände lassen, „ganz zu schweigen von den Abstandsregelungen und Hygienevorschriften“.

„Strandgut“ in Borken ist abgesagt

Wie viele Event-Veranstalter trifft die Corona-Pandemie auch die kleine Agentur Interevent hart. Aber die Situation ist derzeit offenbar nicht so kritisch, wie man meinen könnte. Zwar sind auch die beiden Bierbörsen in Hamm und Mülheim, die die Dorstener organisieren, vorläufig abgesagt worden. Das fünfwöchige „Strandgut“ in Borken wurde ersatzlos gestrichen, „aber unser Hauptgeschäft findet im Winter statt“, erklärt Hein.

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Über 30 Eisflächen baut sein Team in der kalten Jahreszeit bundesweit. Die Eisbahn auf dem Marktplatz in Dorsten ist eine der kleinsten und wurde im vergangenen Jahr erstmals überdacht. „Der letzte Winter war super“, betont der frühere Vorsitzende der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA), „wir waren zuversichtlich, dass 2020 ein tolles Jahr wird.“

Es kam bekanntlich anders, doch solange ab November die Menschen zwischen Kiel und Karlsruhe wieder die Schlittschuhe schnüren und Weihnachtsmärkte öffnen dürfen, ist Hein um seine Firma nicht bange. Darauf würde er mit seinen Mitarbeitern wahrscheinlich mit einem Bier anstoßen, vorzugsweise Kölsch.

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