Wie Schauspieler Norbert Heisterkamp auf Fürst Leopold das Herz aufging

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Für Schauspieler Norbert Heisterkamp wurde ein Ruhrpott-Roadtrip zur Reise in die eigene Vergangenheit. Denn der Dorstener wagte sich vom Pütt in die Glitzerwelt – gegen alle Widerstände.

Dorsten

, 18.11.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange überlegen musste Norbert Heisterkamp nicht, als er gefragt wurde, für die touristischen Attraktionen des Ruhrgebiets zu werben. „Ich bin ja bekennender Ruhri. Das ist meine Heimat.“ Gesagt, getan. Also begab er sich mit „Tourismus Ruhr“ auf einen Ruhrpott-Roadtrip, der ihn auch durch seine Heimatstadt Dorsten führte.

Denn nach dem Abstecher zur Zeche Zollverein ging es zum Creativ-Quartier Fürst Leopold - für den Ex-Kumpel auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. „Ich habe auch teilweise auf Leopold gearbeitet“, verrät er. Für die Ruhrkohle hatte er die Zechenbahn-Überwege gewartet. „Wenn ich heute Richtung Hervest komme, weiß ich genau, wo die alten Überwege waren“, sagt er wehmütig. Denn seine Zeit bei der Ruhrkohle hat er in guter Erinnerung. „Es war eine tolle Zeit.“

„Der kann se ja nich alle haben“

Wie diese endete, erzählt er im Video. So erfahren die Zuschauer auch, dass es eine rote Ampel war, die ihn zur Schauspielerei brachte. Doch so locker-leicht, wie er es Moderatorin Stefanie Mannheim im Video erzählt, fiel diese Entscheidung nicht.

„Das war nicht risikofrei“, sagt der 57-Jährige. Denn er gab den sicheren Job bei der Ruhrkohle auf, um sich als Stuntman selbstständig zu machen. Und das als zweifacher Familienvater. „Der kann se ja nich alle haben, haben die Leute gedacht“, so der Dorstener. „Du schmeißt dein Leben weg“, habe ihn sein Vater gewarnt. „Wenn man da keine goldenen Löffel klaut, geht man da in Rente“.

„Immer schön den Ball flach halten“

Dennoch habe er sich nie beirren lassen. „Und ich habe es bis heute nicht bereut“, sagt der Schauspieler. „Es hat ja funktioniert.“ Bekannt wurde er als Atze Schröders Kumpel „Harry Möller“ in der Comedy-Serie „Alles Atze“. Es folgten Rollen in Otto Waalkes „7-Zwerge“-Kinofilmen und diverse TV-Auftritte. Nun plant er ein neues Projekt mit Martin „Maddin“ Schneider, ein Teaser ist bereits gedreht.

Von der Schwarzkaue in die Glitzerwelt - doch bei allen Ausflügen ins Rampenlicht habe er sich eines bewahrt: Zu wissen, wo er herkommt. „Immer schön den Ball flach halten“, sagt Heisterkamp. „Und immer dran denken, wo die Heimat ist. Ob ich aus München komme oder aus New York, es ist herrlich, nach Dorsten zurückzukommen.“

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