Die Schüler der Maker-AG am Gymnasium Petrinum, hier bei einer Spendenübergabe vor Ausbruch der Corona-Pandemie, dürfen sich über den ersten Klimaschutz-Preis der Stadt Dorsten freuen. © Stadt Dorsten (A)
Klimaschutzpreis 2020

Petrinum-AG „Zukunftswerkstatt“ gewinnt Dorstener Klimaschutz-Preis

Auch in Dorsten wollen Menschen den Klimaschutz fördern und damit die Gesellschaft verändern. Den ersten Preis bei der digitalen Verleihung erhielt diesmal eine AG des Gymnasiums Petrinum.

Bereits seit einigen Jahren werden mit dem Klimaschutz-Preis, eine gemeinsame Initiative des Energiekonzerns Westenergie, vormals Innogy, und der Stadt Dorsten, Projekte ausgezeichnet und finanziell gefördert, die sich besonders gemeinnützigen Umwelt- und Klima-Projekten widmen. Ziel sei es, so Markus Droste, Kommunalmanager von Westenergie, Anstöße zu schaffen und damit auch andere zu begeistern: „Viele kleine Schritte können so zu großem Erfolg führen.“ Letztlich gehe es um eine Transformation der Gesellschaft auf allen Ebenen. Und dazu haben auch viele Projekte in Dorsten im vergangenen Jahr beigetragen.

Reduzierung von Ressourcen und Energieverbrauch

Im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung, die Sebastian Cornelius, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Dorsten, am 29. April Pandemie-bedingt online moderierte, wurden drei Anerkennungspreise und drei Hauptpreise vergeben.

Mit dem ersten Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 2.500 Euro, wurde die „Maker-AG Zukunftswerkstatt“ des Gymnasiums Petrinum ausgezeichnet. Die von den beiden Physik-Lehrern Klemens Schüler und Dr. Andreas Hochstrat geleitete Arbeitsgemeinschaft besteht aus 20 Mitgliedern der Mittel- und Oberstufe. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die in den Naturwissenschaften erworbenen theoretischen Kenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen, handwerkliche Fähigkeiten für Upcycling-Zwecke zu nutzen und dabei die Reduzierung des Ressourcen- und Energieverbrauchs in den Fokus zu rücken.

„Ideenfabrik Stadtsfeld“ und Heimatverein Lembeck ausgezeichnet

Den zweiten Preis und 1.500 Euro erhielt die „Ideenfabrik Stadtsfeld“. Deren Motto „Grün ist Leben. Grün ist Zukunft.“ ist kein politischer Werbeslogan, sondern steht für vielfältige Initiativen im Stadtsfeld, die sich den Themen Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit widmen und in die besonders auch lokale Jugendgruppen eingebunden sind. Dazu zählen unter anderem Baumpflanzaktionen und Insektenhotels.

Über den dritten Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, freute sich der Heimatverein Lembeck, der das Projekt „Bauerngarten“ mit seinem Waldbienen- und Insektenhotel, gemeinsam mit der Lembecker Grundschule, umgesetzt hat.

Anerkennungspreise erhielten die Vorschläge zur Lösung zukünftig zu erwartender Wasserprobleme in der Dorstener Altstadt in den kommenden Jahrzehnten, der Elektro-Pritschenwagen des Projekts „Quartiershausmeister“ der Dorstener Arbeit sowie das Projekt „Naturwissenschaftliche und ökologische Bildung“ der Kita „Marler Straße“, bei dem unter anderem mit den Kindern Hochbeete und Insektenhotels gebaut wurden.

In seinem Schlusswort dankte Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff allen Beteiligten als „Botschafter für das wichtige Ziel des Klimaschutzes“. Er wünsche sich, dass alle Teilnehmer ihr Umfeld mit ihrer Begeisterung anstecken.

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