Pitschnasser Spaß

Bauernolympioniken gaben trotz widriger Wetterverhältnisse alles

28.05.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

«Nach drei langen Jahren ohne das olympische Feuer ist in wenigen Augenblicken das Warten vorbei», kündigte Komiteeleiter Bernd Benien bei der Eröffnung an. 90 Mannschaften waren zuvor bereits am Samstagabend mit dem Umzug von der Johannes-Kirche zum Hof Steinmann ins olympische Dorf eingezogen: Ob in alten Bauern-Trachten, als Bestatter verkleidet oder mit Pickelhauben ausgerüstet: Alle Teams hatten sich viel Mühe gegeben, das Motto «Ein Dorf erinnert sich» umzusetzen. Am Sonntagmorgen war es dann endlich so weit - die Spiele konnten beginnen. Bezirksvorsteher Werner Dierichs: «Die Augen der Welt sind auf Athen und Kirchhellen gerichtet.» Die ehrenvolle Aufgabe das Feuer zu entzünden hatte Pastor Klaus Klein-Schmeink. Nach scherzhaft, ermahnenden Worten, wie «hier wird nur mit DAB gedopt», waltete er seines Amtes. Die Spiele hatten es wie immer in sich: «Passt auf Euch auf und mögen die Besten gewinnen», lauteten die weisen Worte von Benien. Das war leichter gesagt, als getan. Beispielsweise bei dem Parcours von «Ernte 23». Dort galt es, Säcke an langen Stangen über Hürden zu transportieren, diese dann per Seilzug in die «Genossenschaft» zu ziehen und an den Seiten wieder herunter zu lassen. Die Teams merkten schnell, dass hier - wie bei den anderen Spielen auch - Geschicklichkeit und Schnelligkeit gefordert waren. «Es war kein großer Kraftaufwand», so Angela von den «Tüttennöggels». Ihr Mannschaftsname bezeichnet eigentlich Menschen, die ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen. Das war bei der Damentruppe aber nicht der Fall. «Der Spaß steht im Vordergrund», lachte «Tüttennöggels» Carolin. Mit der Meinung stand sie nicht allein da. Alle Mannschaften strengten sich zwar an, aber eigentlich ging es mehr um Spiel, Spaß und die Gemeinschaft. Dennoch hatte sich Angela Gedanken über die Idealbesetzung der Gruppe gemacht. «Am besten wäre es, wenn einer groß, einer klein, einer leicht und zwei gleich schwer wären. Außerdem bräuchte man noch einen mit viel Kraft», erklärte sie. Die letztlichen Sieger schienen diese Attribute zu haben. Bei den Herren setzten sich die «Löschknechte» vor den «Heidemoschern» und den «Pilzköpfen» durch. Die «kleinen Luder» gewannen die Damenkonkurrenz vor dem «Ravensburger Puzzleclub» und den «Ladykrachern». dzi

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