Platznot immer größer: Dorsten muss noch drei Kitas bauen

hzKinderbetreuung

In Dorsten werden ab dem nächsten Jahr weitere Kindertagesstätten gebaut. In drei Stadtteilen ist die Situation besonders kritisch.

Dorsten

, 10.09.2019, 04:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit 2013 gibt es den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr. Dorsten hat mit einer Reihe von provisorischen Gruppen darauf reagiert. Aber mittelfristig reicht das nicht, neue Einrichtungen müssen her.

„Der Ausbau von U3-Plätzen verringert das Platzangebot für ältere Kinder“, erklärt Bürgermeister Tobias Stockhoff in einer Beschlussvorlage für den Jugendhilfeausschuss (tagt am 12. September) und den Stadtrat (18. September).

In Holsterhausen wird schon gebaut

Gerade erst ist der Baustart für eine Kita am Antoniusplatz in Holsterhausen (DZ+) erfolgt. Besonders kritisch ist die Situation nun noch auf der Hardt, in Hervest und Wulfen-Barkenberg. Dort hat die Stadt mittlerweile geeignete Grundstücke ausgemacht, auf denen Kitas mit 70 bis 75 Betreuungsplätzen gebaut werden sollen.

  • Grundstück der Stiftung St. Ursula: Die ehemaligen Tennisplätze an der Ziegelstraße bieten den Vorteil, dass sie quasi „um die Ecke“ zum Neubaugebiet und zur Agathaschule am Nonnenkamp liegen. Stockhoff glaubt aber, dass auch Familien aus der Feldmark und der Altstadt ihre Kinder dorthin bringen können.
  • Grundstück an der Marktallee: Die zentrale Lage in Wulfen-Barkenberg ist auch für Alt-Wulfener gut zu erreichen, sagt der Bürgermeister. „Die
    Kombination mit anderen Infrastruktureinrichtungen in der Umgebung ist ebenso gegeben.“
  • Parkplatz vor der Frühförderstelle an der Hohefeldstraße: Die Nähe zum Bahnhof Hervest und die günstige Verkehrsanbindung bieten auch Pendlern ein zusätzliches Angebot für eine Kindertagesbetreuung. „Gleichzeitig ist durch die Nähe zum Rathaus auch die Möglichkeit für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegeben, hier ein Betreuungsangebot anzunehmen“, betont Stockhoff.

Im Herbst möchte die Stadt das Interesse an einer Trägerschaft bei freien Trägern abfragen. Sie wird allerdings die Baukosten übernehmen müssen, und da schwant dem Bürgermeister Böses: „Die gesamten Baumaßnahmen werden langfristig Auswirkungen auf den städtischen Haushalt haben. Derzeit können hierzu noch keine konkreten Aussagen getroffen werden.“

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