Polizei warnt vor falschem Bußgeldbescheid per E-Mail

Betrug

Betrüger fordern im Namen der Polizei Brandenburg vermeintliche Tempo-Sünder per E-Mail zur Zahlung einer Geldbuße auf. Auch im Kreis Recklinghausen sind die Mails im Umlauf.

Dorsten

, 21.06.2019, 13:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei warnt vor falschem Bußgeldbescheid per E-Mail

Die Polizei warnt vor solchen falschen Bußgeldbescheiden per Mail, die auch im Kreis Recklinghausen im Umlauf sind. © Screenshot

Die Polizei warnt vor gefälschten Bußgeldbescheiden, die im Namen der Polizei Brandenburg per E-Mail verschickt werden. Absender ist der „Zentraldienst der Polizei“. In der Mail wird der Empfänger beschuldigt, die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 14 km/h überschritten zu haben. Dafür sei eine Geldbuße in Höhe von 100 Euro fällig.

Am Freitag sei dazu auch eine Meldung bei der Kreispolizei Recklinghausen eingegangen, bestätigt Polizeisprecher Andreas Lesch: „Das ist der erste bei uns gemeldete Fall. Die Frage ist, wie viele Leute so etwas melden. Bei Spam-Mails sind viele ja schon sensibilisiert und löschen die Mails einfach.“

Das empfiehlt die Polizei auch in diesem Fall. „Am besten die E-Mail gar nicht erst öffnen“, rät Lesch. Es gebe Hinweise, dass die Mail möglicherweise einen Trojaner enthalte. Das können Anhänge oder Links zu Seiten sein, auf denen man aufgefordert wird, ein Dokument runterzuladen. Die Polizei verschicke niemals Bußgeldbescheide per Mail, so Lesch.

Die aktuell verschickten falschen Bescheide sind in fehlerhaftem Deutsch verfasst und darüber hinaus an folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Die Absenderadresse gehört offensichtlich nicht zur Polizei, sondern lautet z.B. white@cloudmailhost.info
  • In der Betreffzeile steht „Verstoßmeldung“ oder „Straf Benachrichtigung“ und eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen
  • Am Ende der Mail steht „Unsubscribe me from this list“
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