Höhepunkt eines musikalisch abwechslungsreichen Abends: Leo Karter und Band spielten einige seiner Songs gemeinsam mit dem Joker-Streich-Quartett. © Ralf Pieper
Amphitheater Dorsten

Publikumslieblinge bauen begeisternde Brücke zwischen Pop und Klassik

Ein Publikumsliebling im Amphitheater des Bürgerparks in Dorsten war der junge Musiker Leo Karter bereits im Vorjahr. Jetzt setzte er mit seiner Band und Streich-Quartett noch einen drauf.

Eine Brücke bauen zwischen Klassik und Pop-Musik – so kann man den Freitagabend im Dorstener Amphitheater zusammenfassen. Los ging es mit den vier Damen des „Joker Quartetts“. Sie haben sich trotz der klassischen Streichquartettbesetzung mit zwei Violinen, Viola und Cello vor allem auf Pop- und Rockmusik spezialisiert.

Zu hören gab es auf Einladung des Schaukelbaum-Teams und des Bürgerpark-Vereins Songs von den Beatles, Michael Jackson, Coldplay, Annenmaykantereit, Rammstein, ein Neue Deutsche Welle-Medley und viele weitere Pop- und Rock-Hits klassisch interpretiert. „Wir haben lauter wilde Ideen und schreiben unsere Lieblingssongs für klassische Instrumente um“, stellte Cellistin Chea Mertins das Quartett vor.

Vielseitige Arrangements

Längst haben sich die vier jungen Musikerinnen rund um ihre gemeinsame Heimatstadt Oberhausen etabliert. Ihre vielseitigen Arrangements reichen von Medleys aus bekannten Ohrwürmern bis hin zu experimentellen Verknüpfungen klassischer Werke und Rocksongs.

Das Publikum spendete eine Menge Applaus - und verabschiedete die Musiker zum Schluss mit Standing Ovations.
Das Publikum spendete eine Menge Applaus – und verabschiedete die Musiker zum Schluss mit Standing Ovations. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

„Eine tolle Sache,“ so Zuhörerin Kerstin Müller. „So ermöglichen die Musikerinnen auch jenen Leuten den Zugang zu klassischer Musik, die sonst damit eher weniger am Hut haben.“ Ein Blick durch die Reihen im Amphitheater zeigt: Das Publikum ist bunt gemischt und alle Altersgruppen gehen mit und applaudieren nach den Songs.

Keine große Bühnenshow

Dabei braucht das „Joker-Quartett“ keine große Bühnenshow um das Publikum zu begeistern. Was zählt, ist die Musik. „Die ist berührend und publikumsnah,“ kommentiert ein Gast.

Publikumsnähe zeichnete auch den zweiten Auftritt an diesem Abend aus. Leo Karter mit seiner Band begeisterte schon im letzten Jahr das Dorstener Publikum. Viele Gäste die im Sommer 2020 dabei waren erinnerten sich und ließen sich auch den Auftritt am Freitagabend nicht entgehen.

Leicht und entspannt

Leo Carter spielte neue Songs aus eigener Feder, bekannte Ohrwürmer seines Vorjahres-Konzertes und coverte einige eher unbekannte Indie-Pop-Perlen. Der Oberhausener Singer-Songwriter macht Indie-Pop mit lateinamerikanischen Einflüssen. Seine Songs klingen leicht und entspannt, die Texte stimmen aber nachdenklich. Musik zwischen Urlaubsfeeling und Ernsthaftigkeit.

Schon bei den ersten Songs sprang der Funke aufs Publikum über. Als dann das „Joker-Quartett“ die Bühne betrat, um Leo Karter und seine Band zu unterstützen erlebte das Publikum eine gemeinsame Performance, die wenigen ausgewählten Terminen in NRW vorbehalten ist.

Das Publikum bekam nicht genug von Leo Karter und die Zugaben nach dem eigentlichen Konzert waren fast genauso lang wie das Konzert selbst. Standing Ovations für Leo Karter und Band und das „Joker Quartett“: In den Reihen wurde getanzt und mitgesungen.

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Es ist die Unterhaltung mit anderen Menschen bei Reportagen, das Einfangen von Stimmungen bei Veranstaltungen und die Teilnahme an verschiedensten kulturellen Events in erster Reihe, die meine Arbeit so vielfältig machen. Nachdem ich als ausgebildeter Fotograf viele Jahre „nur“ für die Bilder zuständig war, empfinde ich heute das Schreiben als zusätzlichen wertvollen Blick „hinter die Kulissen“.
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