Das sollen der Name und der Schriftzug für den neuen Slogan für Dorsten werden. © Privat
Stadtmarketing

Rathaus will die Namensrechte für einen neuen Stadt-Slogan kaufen

Auf der Suche nach einem Werbeslogan für Dorsten ist die Stadt fündig geworden. Doch nach dieser Marke ist bereits ein Internet-Portal benannt. Jetzt will die Stadt die Namensrechte kaufen.

Tor zum Münsterland, Brücke zum Ruhrgebiet“, „Kleine Hansestadt an der Lippe“: Es gab schon mehrere Wortschöpfungen, mit denen Dorsten hoffte, im Wettbewerb mit anderen Städten hervorstechen zu können. Doch so richtig zündete keine von ihnen. Deshalb hat die Stadtagentur im 2019 gestarteten Stadtmarketing-Prozess einen erneuten Anlauf gestartet, die „Marke“ Dorsten für die stärkere Identifikation der Bürger mit der Stadt und für die Außendarstellung zu schärfen.

„Echte Herausforderung“

„Dafür brauchen wir einen Slogan“, so Sabine Fischer, Leiterin der Stadtagentur, am Montag (17. Mai) in der Sitzung des „Ausschusses für Tourismus, Stadtmarketing und Kultur“. Doch es habe sich herausgestellt: Ohne Werbeagentur sei dies „eine echte Herausforderung“.

Da kam der Stadt zupass, dass es einen „Geistesblitz“ von anderer Stelle gab. Vor Monaten hatte der Verein „Sag Ja! zu Dorsten“ mit der städtischen Wirtschaftsförderung und den Dorstener Firmen NetTrek (Software) und Positron (Werbung) ein Online-Portal entwickelt, das sich vor allem an die lokale Wirtschaft richtet. „Echt Dorsten“ heißt es.

„Eine große Chance“

Dieser Name sei eine große Chance, Dorsten als attraktive Stadt darzustellen: Dies befanden nicht nur Akteure im Stadtmarketingprozess. Sondern auch die Vertreter der Stadtverwaltung. Sie schlagen nämlich der Politik vor, „Echt Dorsten“ offiziell als Slogan für Dorsten zu nutzen.

Der Ausschuss für Stadtmarketing segnete mit einer Gegenstimme den Vorschlag ab, am Mittwoch (26. Mai) wird der Haupt- und Finanzausschuss im Gemeinschaftshaus Wulfen letztendlich entscheiden.

Ist er auch einverstanden, will die Stadt die Nutzungsrechte von den „Namens-Erfindern“ erwerben, im „vier- bis fünfstelligen Grenzbereich“, erklärte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Dabei geht es nicht nur um die Übernahme des Slogans, sondern auch um die grafische Gestaltung. „Das Logo ist gesetzt“, so Stockhoff.

Dachmarke für Dorsten

Im Stadtmarketingprozess wurde versucht, aus den Themen „Kultur“, „Wasser/Grün“, „Vielfalt der Stadtteile“ und „Bürgerengagement“ eine „Dachmarke“ für Dorsten zu entwickeln. Doch das sei „schlicht nicht möglich“, so die Stadt, da eine solche Marke nie die ganze Geschichte einer Stadt mit elf sehr unterschiedlichen Stadtteilen erzählen könne.

Mit „Echt Dorsten“ jedoch sei ein „ganzheitliches“ Kommunikationskonzept möglich. Das Schlüsselwort „echt“ sei die „Klammer“, lasse sich mit weiteren Slogans wie „echt Grün“, „echt engagiert“ „echt vielfältig“ oder „echt Rhade“ etc. kombinieren. Das Wort „echt“ stehe für Authentizität. Der Slogan soll künftig nicht nur städtische Veröffentlichungen zieren, sondern (auf Antrag) auch von Vereinen und Initiativen verwendet werden dürfen.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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