Ratsherr erfährt kurz vor Ratssitzung von positivem Corona-Test

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Zwei Stunden vor der Ratssitzung mit mehr als 50 Personen erfährt ein Dorstener Lokalpolitiker von seinem positiven Corona-Test. Was wäre passiert, wenn er es erst hinterher gewusst hätte?

Dorsten

, 18.11.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Um 17 Uhr begann am Mittwoch (18.11.) die zweite Ratssitzung der neuen Legislaturperiode. Eine Tagesordnung mit mehr als 40 Punkten, es geht vor allem um die Besetzung der Fachausschüsse und das Abstellen von Delegierten in Verbands- und Mitgliederversammlungen.

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Ein Dorstener Ratsherr musste seine Teilnahme kurzfristig absagen. Simon Rodriguez Garcia, bei der Kommunalwahl als Bürgermeisterkandidat der PARTEI angetreten, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte er auf Facebook mit und bat „alle, die sich in den letzten 48 Stunden länger als 10 Minuten in weniger als 1,50 m Entfernung zu mir aufgehalten haben“, sich testen zu lassen.

Mehr als 50 Personen anwesend

Aber was wäre passiert, wenn er erst nach der Ratssitzung von dem Testergebnis erfahren hätte? Quarantäne für alle Anwesenden, in diesem Fall Bürgermeister, 42 Ratsmitglieder, sechs Verwaltungsmitarbeiter und vier Zuhörer?

„Das lässt sich pauschal nicht beantworten“, sagt Kreis-Pressesprecherin Svenja Küchmeister. In so einem Fall müssten mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Die Raumgröße etwa, der Abstand zwischen den anwesenden Personen, ob Masken getragen werden, eine regelmäßige Frischluftzufuhr gewährleistet ist und weitere.

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