Blitzer und Knöllchen: Stadt kassiert von Verkehrssündern so viel Geld wie nie zuvor

Radarwagen

610.000 Euro hat die Stadt im vergangenen Jahr von Autofahrern eingenommen, die zu zu schnell unterwegs gewesen sind oder falsch geparkt haben. Das ist ein neuer Rekord.

Dorsten

, 14.02.2020, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Blitzer und Knöllchen: Stadt kassiert von Verkehrssündern so viel Geld wie nie zuvor

Die Kamera des „Super-Blitzers“ © Stefan Diebäcker

Die Stadt hat in 2019 deutlich mehr Verkehrssünder zur Kasse gebeten als im Jahr zuvor: Die beiden Radarwagen der Stadt Dorsten haben im Jahr 2019 insgesamt 25.741 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt - in 2018 waren es noch 21.415. Dabei waren 1035 Temposünder so schnell unterwegs, dass sie statt einer Verwarnung ein Bußgeld bezahlen mussten. Insgesamt nahm die Stadt dadurch knapp über eine halbe Million Euro von Autofahrern ein, die zu schnell unterwegs gewesen sind. Im Jahr 2018 waren es nur 450.000 Euro.

Weniger Falschparker

Die Zahl der Verwarnungen für Falschparker (7725) ist im abgelaufenen Jahr im Vergleich zu 2018 (8398) leicht gesunken. Nach Angaben der Stadt hat sie durch diese Verstöße nur rund 107.000 Euro eingenommen.

Zwei Radarwagen sind in der Stadt regelmäßig unterwegs. Mit dem neueren Fahrzeug, das Ende 2017 angeschafft wurde und in zwei Richtungen „blitzt“, und dem weiteren Einsatz des Altfahrzeugs, das sich vorzugsweise abends und an Wochenenden eingesetzt wird, haben sich die Kapazitäten zur Geschwindigkeitsüberwachung in Dorsten in den letzten beiden Jahren von einer Kamera auf drei Kameras erweitert.

„Keine Bagatellverstöße“

Dass ertappte Verkehrssünder „schimpfen, liegt auf der Hand“, so die Stadt: „Zugleich ist aber auch festzustellen, dass viele Bürger Kontrollen begrüßen.“ Wichtig ist der Stadt zu erwähnen, dass „keine Bagatellverstöße registriert werden“. Die Messgeräte lösen jeweils erst ab einer Tempoüberschreitung von 9 km/h aus.

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Laut Stadt muss jede Messstelle für die Geschwindigkeitsüberwachung mit der Polizei abgestimmt werden: „Blitzen darf die Stadt nur an Stellen, an denen nach vorhergehenden Erhebungen die zulässige Geschwindigkeit deutlich und von einer Mehrzahl der Fahrzeugführer überschritten wird oder an besonderen Gefahrpunkten wie Schulen, Kindergärten oder Altenheimen.“ Im Stadtgebiet gibt es rund 160 zugelassene Messstellen.

Mehr Tempomesstafeln

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, sei die Zahl der Tempomesstafeln von einer auf vier erhöht worden, sie werden an unterschiedlichen Straßen aufgehängt. Die Stadt unterstützt auch Privatleute und Nachbarschaften, die selber eine solche Tafel anschaffen möchten. Dies sei allerdings nur an städtischen Straßen möglich.

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