Rote Ampeln und lange Wartezeiten: Hier soll es in Dorsten in Zukunft besser werden

hzAmpel-Check

Der Ampel-Check hat gezeigt, Fußgänger und Autofahrer stehen häufig an roten Ampeln und müssen lange auf Grün warten. Aber Besserung ist in Sicht - zumindest an manchen Orten in Dorsten.

Dorsten

, 23.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass es in Dorsten verkehrstechnisch gesehen nicht wirklich rund läuft, haben unsere Ampel-Checks gezeigt. An einigen Stellen wurden Alternativen getestet, die allerdings keine Verbesserungen bringen würden.

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Allerdings ist die Lage nicht an allen Verkehrspunkten hoffnungslos, denn Besserung ist in Sicht - zumindest an drei Stellen in Dorsten:

  • Als Bremsklotz im Verkehrsfluss wird die Doppelampel Ostwall/Willy-Brandt-Ring und Schiffbauerstraße/Kappusstiege wahrgenommen. Die Technik an der Stelle sei veraltet, wie die Stadt Dorsten mitteilt. Aber eine Umrüstung sei geplant - mit neuer Software. „Dann sollte die Grüne Welle vom Lidl am Gemeindedreieck bis zur Kirchhellener Allee funktionieren“, sagte Christoph Möllers, Abteilungsleiter für Verkehrsplanung der Stadt Dorsten, bereits im November 2019 gegenüber der Redaktion.

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  • Ein ganzer Ampelzug mit sieben Signalanlagen soll laut Straßen.NRW modernisiert werden. Das betrifft den Abschnitt Gahlener Straße und Südwall (Landesstraße L 463 von Bestener Straße bis Julius-Ambrunn-Straße). Das Land habe Straßen.NRW dafür Fördermittel aus dem „Programm zur Verbesserung des Verkehrsflusses an Landesstraßen durch digitale Ampelsteuerung“ zur Verfügung gestellt. Christoph Möllers bestätigte dies: „Die Planung wird im Herbst 2020 beginnen, die Umsetzung soll bis 2022 folgen.“ Im Juni 2019 sprach Frank Hoffmann von Straßen.NRW hier hingegen noch von einer Modernisierung im Jahr 2021. Im November hieß es dann schon von Seiten der Stadt Dorsten: „Die Umsetzung ist für 2021 bzw. 2022 geplant“.

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  • Mit der Modernisierung der Gahlener Straße/Südwall wird laut Stadt Dorsten auch die Verkehrsführung auf den Willy-Brandt-Ring verändert. In Zukunft sollen zwei Linksabbiegerspuren den Hauptstrom in Richtung Gemeindedreieck bilden. Dann werde die dritte, rechte Spur, von den Autofahrern genutzt, die geraudeaus in Richtung Bahnhof fahren wollen und von den Autofahrern, die rechts abbiegen möchten in Richtung Gladbeck/Kirchhellen.

Fahrradfahren als gesunde und schnellere Alternative

Also im Grunde ist verkehrstechnisch nicht viel Neues in Planung. Mehrere Anfragen bei Straßen.NRW und der Stadt Dorsten liefen immer wieder auf diese drei geplanten Punkte hinaus.

Letzten Endes wird es laut Stadtsprecher Ludger Bühne immer ein ungelöstes Grundproblem geben: „In der Innenstadt müssen auf wenig Raum mit hoher Verkehrsdichte viele Ansprüche unter einen Hut gebracht werden. Das wird zu Spitzenzeiten immer dazu führen, dass Verkehrsströme ins Stocken geraten.“

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Weiter rät er Hervestern, Holsterhausenern, Menschen aus der Hardt und aus der Feldmark, die in Richtung Stadt möchten, einfach mal das Fahrrad zu nutzen. Das sei schneller, fördere die Gesundheit und das entlaste wiederum die überlasteten Verkehrsabschnitte.

Keine Kreisverkehre in Planung

Vor einigen Jahren gab es von der Stadt Dorsten einige geplante Kreisverkehre. Ein paar wurden auch umgesetzt, allerdings nicht im City-Bereich. Frank Hoffmann von Straßen.NRW sagt: „Kreisverkehre werden nur an den Stellen geplant und umgesetzt, wo sie eine bessere Leistung bringen würden als Lichtsignalanlagen.“

Zudem würde der Bau eines einzigen Kreisverkehres rund 500.000 Euro kosten. Eine Ampel hingegen kostet nur 120.000 Euro. Dazu komme, dass die Ampeln in Dorsten eine gute Leistungsfähigkeit haben und daher niemand auf die Idee komme, diese jetzt durch einen 500.000 Euro teuren Kreisverkehr zu ersetzen.

Wenn die Stadt Dorsten über die geplanten Maßnahmen hinaus gerne Ampelprogramme verändern würde, „dann müsste die Stadt ein Signalprogramm veranlassen, das wiederum von Straßen.NRW geprüft würde“, sagt Frank Hoffmann.

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