Schließung des Bahnübergangs Burenkamp? Das wollen sich die Wulfener nicht bieten lassen

hzBahnübergang Burenkamp

Die von der Deutschen Bahn Netz AG geplante Schließung des Bahnübergangs Burenkamp weckt heftigen Widerstand in der Wulfener Bevölkerung. Die Schranken sollen oben bleiben.

Wulfen

, 20.06.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gewerbetreibende am Burenkamp würden die Pläne der Deutschen Bahn Netz AG, den Bahnübergang Burenkamp zu schließen, besonders hart treffen. Denn im Gewerbegebiet herrscht reger Verkehr auf dem Burenkamp zwischen B58 und Hervester Straße. Aber auch etliche Wulfener und Deutener Bürger reagieren allergisch. Sie alle laden am Mittwoch (26. Juni) um 19.30 Uhr zur Informationsveranstaltung im Brauhaus Wulfen, Am Brauturm 12, ein. Dort wollen sie Strategien entwickeln, um die Pläne der Bahn zu vereiteln. Die Stadt wird mit Bürgermeister Tobias Stockhoff und Vertretern des Planungsamtes dabei sein.

Max Schürmann, Anlieger des Bahnübergangs, sagt: „Der Übergang ist sowohl für die Bürger als auch für die Gewerbetreibenden rund ums Gewerbegebiet wichtig und notwendig. Die Begründungen der Bahn AG sind inakzeptabel und entsprechen nicht der Bedeutung, die jeder einzelne Bahnübergang vom Gewerbegebiet in alle Himmelsrichtungen hat.“

Bahn will Übergang aus Kostengründen schließen

Die Bahn Netz AG argumentiert damit, dass sie den Übergang aus Kostengründen schließen wolle. Und weil sie die Sicherheit erhöhen und den Lieferverkehr zu den anliegenden Firmen verbessern“ möchte. Die Pläne liegen zurzeit bei der Bezirksregierung Münster und der Stadt Dorsten aus. Betroffene können dort ihre Bedenken oder Anregungen schriftlich äußern. Als letzte Instanz entscheidet dann die Bezirksregierung Münster, ob dem Vorhaben der Bahn AG gefolgt wird oder nicht.

Nach der CDU Wulfen, die sich nach dem Bekanntwerden der Bahnpläne sofort ihren Landtagsabgeordneten in Düsseldorf mobilisiert hat, hat nun auch die SPD in Wulfen auf ihrer jüngsten Versammlung beschlossen, sich gegen die Schließung des Burenkamps zu wenden. Auch die SPD trägt vor, dass die Schließung für die Bürger und Gewerbetreibenden von erheblicher Bedeutung ist. In einer Stellungnahme der SPD Wulfen heißt es: „Das Gewerbegebiet Köhl ist im Westen gar nicht, im Norden B58/Auf der Koppel, im Osten Köhler Straße/An der Gießerei und An der Gießerei/Burenkamp stark eingeschränkt ans Straßennetz angebunden. Eine Schließung hätte gravierende Folgen.“

Bundestagsabgeordneter soll intervenieren

Dr. Ulrich Guthoff, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Wulfen, sagt zudem: „Es wird keinen Wulfener geben, der mit einer Schließung dieses Bahnübergangs einverstanden sein kann.“

Die SPD hat ihren Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes über den Sachverhalt informiert und ihn darum gebeten, im Bundesverkehrsministerium zu intervenieren.

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