Vandalismus

Schmierfinken verunstalten Kanalbrücke in Dorsten kurz nach Neuanstrich

Erst vor wenigen Wochen wurde die Hochstadenbrücke über den Kanal in Dorsten komplett neu gestrichen. Jetzt haben Schmierfinken einen der Stützpfeiler bereits großflächig verunstaltet.
Ein Pfeiler der Hochstadenbrücke ist bereits kurz nach dem Neuanstrich von Unbekannten verunstaltet worden.
Ein Pfeiler der Hochstadenbrücke ist bereits kurz nach dem Neuanstrich von Unbekannten verunstaltet worden. © Michael Klein

Die Schmierfinken haben sich augenscheinlich viel Zeit für ihr Machwerk nehmen können – es ist ein längeres Gedicht, das sie in grüner Farbe groß auf den grauen Untergrund gesprüht haben. „Mein Schatz, du bist mein Retter in der Not“, beginnt der Text, „mein Motor, die Stütze, mein Abendrot“.

Mit ebenso unbeholfener Lyrik geht es weiter. Und wird auch deswegen nicht zur Kunst, weil das Poem mit dem schreibfehlerhaften Hashtag „grafitipoetry“ versehen ist.

„Trotz der lyrischen Tonlage ist auch dieses Graffito eine ärgerliche, egomane Schmiererei ohne Respekt vor der hier geleisteten Arbeit“, sagt Stadtpressesprecher Ludger Böhne. Eine Anzeige gegen unbekannt wird seitens der Stadt gestellt, eine Belohnung für Hinweise aber nicht ausgelobt. Man wolle solchen Sprayern keine Bühne bieten: „Manchen geht es ja um solche öffentliche Aufmerksamkeit.“

Die Stadt wird solche Sachbeschädigungen künftig so bald wie möglich verschwinden lassen. „Mit der Dorstener Arbeit wurde bereits eine Vereinbarung getroffen, dass kleinere Schmierereien kurzfristig von den Quartiershausmeistern beseitigt werden.“ Wie mit größeren Verunstaltungen, wie im vorliegenden Fall, zu verfahren sei, muss noch geklärt werden: „Dies ist am Ende auch eine Frage der Kosten und der Kapazitäten.“

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