Die Telekom war auch schon in Lembeck beim Glasfaserausbau tätig (hier ein Foto von 2018). © Guido Bludau
Breitbandausbau

Schnelles Internet ohne Anschlusskosten: Zeit für die Dorstener drängt

In Dorsten werden derzeit „weiße Flecken“ ohne schnelles Internet beseitigt. Nicht alle möglichen Haushalte haben sich mit einem finanziell geförderten Anschluss versorgt. Die Zeit drängt.

Leitungen für schnelles Internet? Davon konnten mehrere hundert Haushalte in Dorsten lange nur träumen: sie befinden sich in Außenbereichen der Stadt, wo sich der Ausbau für die Telekommunikations-Unternehmen nicht lohnte. Mithilfe eines Förderprogramms von Bund und Land werden derzeit viele dieser „weißen Flecken“ beseitigt.

Aber es haben sich noch längst nicht alle Bürger, die aus diesem Förderprogramm einen Glasfaseranschluss beantragen könnten, gemeldet. Die Zeit drängt: Am 5. Februar (Freitag) endet laut Stadt Dorsten die „Deadline“, damit die letzte Freischaltung, die für Mitte 2021 geplant ist, fristgerecht erfolgen kann.

Anschluss-Projekt läuft seit April 2019

Seit April 2019 schließt die Telekom, die von den Fördergebern beauftragt worden ist, auch in Dorsten bestimmte vorher festgelegte Adressen an das Glasfasernetz an, auf Wunsch bis ins Haus resp. in die Wohnung.

Es handelt sich dabei um Schulen, aber auch um auch Gewerbebetriebe und rund 800 Privathäuser mit rund 1600 einzelnen Haushalten. Sie alle liegen in Gebieten, die zum Zeitpunkt der Förderantragsstellung weniger als 30 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit hatten.

460 Haushalte in Rhade fehlen

Viele der in Dorsten geförderten Anschlüsse befinden sich in Rhade. Insbesondere in diesem Ortsteil aber haben noch nicht allzu viele förderberechtigte Adressen von der kostenfreien Anschluss-Möglichkeit Gebrauch gemacht. „Von den etwa 1000 förderberechtigten Anschlüssen haben sich knapp 460 Adressen noch nicht bei der Telekom zurückgemeldet“, so die Stadt.

Ein Beispiel für förderfähige Bereiche: Hier die berechtigten Haushalte aus der Feldmark und aus Ulfkotte.
Ein Beispiel für förderfähige Bereiche: Hier die berechtigten Haushalte aus der Feldmark und aus Ulfkotte. © Kreis Recklinghauen © Kreis Recklinghauen

Was sicherlich damit zusammenhängt, dass in Rhade bereits die „Deutsche Glasfaser“ tätig geworden ist, und das auch dort, wo die Telekom nun ebenfalls Anschlüsse verlegt. Die Bürger werden deshalb noch einmal darauf hingewiesen, dass man einen kostenlosen Hausanschluss auch beantragen kann, ohne sofort einen Vertrag über schnelles Internet abschließen zu müssen.

Dies könnten potientelle Anschlussinhaber auch später noch machen, nicht nur bei der Telekom. Auch Adressen, die schon einen Anschluss bei der Deutschen Glasfaser haben, können einen zusätzlichen Glasfaseranschluss ordern – nach dem 5. Februar aber nur noch mit einer höheren dreistelligen Zuzahlung.

Adressen haben grüne Punkte

Aber auch abseits von Rhade gibt noch Haushalte, die sich noch nicht gemeldet sind. Woher man weiß, ob man zu den Berechtigten mit aktuellem Internet-Schneckentempo gehört? Alle förderfähigen Adressen können auf der Webseite des Kreises www.kreis-re.de/breitband eingesehen werden.

Unter der Rubrik „Liegt meine Adresse im geförderten Ausbaugebiet?“ befindet sich eine Karte. Eine Adresse, die dort mit einem grünen Punkt versehen ist, erfüllt die Förderbedingungen.

Wenn Eigentümer ihr Haus auf der Punktkarte wiederfinden, sollten diese sich bei der E-Mail-Adresse breitband@kreis-re.de melden. Nach positiver Prüfung der Adresse wird ein Antrag zugesendet. Die Antragsberechtigten werden gebeten, diesen auszufüllen und als Scan oder Foto an den Kreis zu senden.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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