Das Interesse an einer standesamtlichen Trauung in der Maschinenhalle in Dorsten ist trotz Corona ungebrochen. © Ralf Pieper (Archiv)
Coronavirus

Schon über 50 Anfragen für Hochzeiten in der Maschinenhalle

Für eine standesamtliche Trauung in der Maschinenhalle liegen dem Bergbauverein in Dorsten schon über 50 Anfragen vor. Dabei stehen die „Spielregeln“ noch gar nicht fest.

Die alte Maschinenhalle auf dem Zechengelände Fürst Leopold ist ein beliebter Ort für standesamtliche Trauungen. Über 250 Brautpaare haben sich dort bereits das Ja-Wort gegeben, auch eine Fernseh-Hochzeit wurde dort schon aufgezeichnet. Corona hat das Interesse an dem Industriedenkmal keineswegs gebremst.

Gerd Schute, Vorsitzender des Bergbauvereins, bestätigte jetzt, dass „Brautpaare offensichtlich mit viel Zuversicht ins zweite Corona-Jahr gehen“. Über 50 Anfragen bzw. Buchungen liegen dem Verein bereits vor, dabei ist völlig unklar, nach welchen „Spielregeln“ in dem Industriedenkmal getraut werden darf. „Das richtet sich nach den amtlichen Vorgaben von Land, Kreis und Stadt“, betont Schute. Und die ändern sich bekanntlich ständig.

Konkrete Saisonplanung ist nicht möglich

Der Bergbauverein musste deshalb bislang auf eine konkrete Saisonplanung verzichten, „aber wir bereiten uns hinter den Kulissen so vor, als könne die Maschinenhalle tatsächlich mit dem letzten März-Sonntag ab 13 Uhr wieder für die Besucher geöffnet werden“, sagt der Vereinsvorsitzende. Dazu gehört auch die Vorbereitung der Kunstausstellung von Frank Hesse mit einer für 11 Uhr geplanten Vernissage. „Mag sein, dass sich der Ablauf von 2020 wiederholt“, betont Schute. „Auch vor einem Jahr mussten der Saisonstart und damit die Ausstellungseröffnung verschoben werden, aus Ende März wurde schließlich Mitte Juni.“

Auch die offenen Führungen durch die teilweise denkmalgeschützte Kolonie Fürst Leopold (jeweils am dritten Sonntag im Monat, Start um 14 Uhr am Brunnenplatz) und über die ehemalige Zeche mit Besichtigung von Lohnhalle und Kaue (jeweils am ersten Sonntag im Monat, Start 13 Uhr an der Maschinenhalle) sind auf der Homepage des Vereins (www.bergbau-dorsten.de) zwar für die ganze Saison terminiert, bleiben aber vorerst ausgesetzt.

„ExtraSchicht“ fällt wohl erneut aus

Was bei aller Zuversicht wohl nicht stattfinden wird, das ist die „ExtraSchicht“, also die lange Nacht der Industriekultur am letzten Juni-Samstag. Schute hält es angesichts des aktuellen Standes der Impfungen für „völlig undenkbar“, bis Ende Juni einen allgemeinen Infektionsschutz herzustellen, der ein solches Fest erlauben würde.

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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