Schüler des Petrinums führen Interessierte aktuell durch eine Ausstellung, die sich mit Antisemitismus in unserer Zeit beschäftigt. Damit leisten sie äußerst wichtige Aufklärungsarbeit. © Manuela Hollstegge
Meinung

Schüler leisten wichtigen Dienst im Kampf gegen Antisemitismus

Schüler des Dorstener Petrinums führen momentan durch eine Ausstellung zum Thema Judenhass. Ihr Engagement kommt zur richtigen Zeit und ist äußerst wichtig. Ein Kommentar.

Juden in Deutschland haben wieder Angst“ – allein der Titel der Ausstellung, durch die Petrinum-Schüler aktuell führen, sorgt für mehr als nur ein mulmiges Gefühl. „Das kann doch eigentlich in einem demokratischen Land wie Deutschland und erst recht im beschaulichen Dorsten nicht sein“, möchte man rufen.

Doch auch vor unserem Jüdischen Museum steht eine Polizeistreife, auch auf unseren Schulhöfen wird das Wort „Jude“ von manch einem Schüler als Schimpfwort gebraucht. Ebenso wird es Dorstener geben, die online – im Schutz der Anonymität – antisemitische Parolen verbreiten.

Die Anschuldigungen des jüdischen Musikers Gil Ofarim, ein Leipziger Hotel hätte ihm wegen seiner Davidstern-Kette das Einchecken verwehrt, trugen das Thema Antisemitismus erst kürzlich wieder in die breite Öffentlichkeit.

Daher ist das, was die Schüler des Petrinums gerade machen, von äußerster Wichtigkeit. Sie legen die Finger in die Wunde, zeigen schmerzlich, was in Deutschland falsch läuft und rufen dazu auf, gegen jegliche Form der Ausgrenzung jüdischer Menschen vorzugehen.

Dass sie das so engagiert, authentisch und emotional tun, ist das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem i und wird hoffentlich dafür sorgen, dass mehr junge Menschen in Dorsten jeder Art des Antisemitismus die Stirn bieten werden.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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