Schütteltrauma und die Folgen

DORSTEN / DATTELN Immer wieder warnt auch Professor Werner Andler, Ärztlicher Direktor der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln, vor den möglichen gravierenden Folgen eines Schütteltraumas und betont, dass Babys auf keinen Fall geschüttelt werden dürfen.

von Von Danijela Budschun

, 18.01.2008, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Schütteltrauma wurde vor 20 Jahren erstmals beschrieben. Man sieht dem Kind oft keine äußerlichen Verletzungen an, heißt es beispielsweise bei der Medizinauskunft. Doch durch das Schütteln schleudert der Kopf, der im Verhältnis zum Körper groß und schwer ist, vor und zurück.

Nackenmuskulatur zu schwach

Die Nackenmuskulatur eines Babys ist zu schwach, um ihn genügend zu stabilisieren. In der Folge kann das Gehirn anschwellen, es kann dort und in der Augennetzhaut zu Blutungen kommen. Nervenfasern und Venen können reißen.

Das Reißen der Venen kann zu größeren Blutergüssen führen, die wiederum den Druck im Schädel erhöhen, auf die Hirnsubstanz drücken und damit sekundäre Durchblutungsstörungen auslösen können. In schweren Fällen kann das Schütteltrauma zum Tod führen.

Aufklärung über die Gefährlichkeit des Schüttelns von Babys bleibt notwendig. Rat gibt es beispielsweise bei Hebammen, bei Kinderärzten, bei der Ärztlichen Beratungsstelle der Kinderklinik (02363/975495) oder auch bei ihrer Schreiambulanz (02363/975467).

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