Schutz vor Corona: Keine Besucher mehr im Krankenhaus

hzCorona-Risikogebiet

Der Kreis Recklinghausen verfügt ein Besuchsverbot in Krankenhäusern, um Patienten zu schützen und SARS-CoV-2 einzudämmen. Diese Ausnahmeregelungen gelten ab sofort.

Dorsten

, 13.10.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der KKRN-Klinikverbund hat seine Besuchsregelungen wegen der steigenden Infektionszahlen im Kreis angepasst, nachdem der Kreis am Montagabend (12.10.) eine neue Allgemeinverfügung veröffentlichte.

Die bisher geltende „1-1-1-1“-Regelung gilt nun nicht mehr im St.-Elisabeth-Krankenhaus Dorsten sowie in den drei weiteren Krankenhäusern des Verbunds - dazu zählen das Halterner St.-Sixtus-Hospital, das Marler Marien-Hospital sowie das Hertener Gertrudis-Hospital. Kreisweit gilt nun in allen Krankenhäusern ein Besuchsverbot.

In diesen Fällen sind Besuche erlaubt

Laut der Allgemeinverfügung sind aber Ausnahmen möglichen. Und zwar in diesen folgenden Fällen, die der Klinikverbund auch so übernimmt:

  • Ab dem fünften Tag des stationären Aufenthalts dürfen Patienten für 30 Minuten einen Besucher empfangen.
  • Intensivmedizinisch betreute Patienten, können maximal einen Besucher jeden zweiten Tag für maximal eine halbe Stunde empfangen.
  • Eltern können ihre auf Station liegenden Kinder einmal täglich besuchen.
  • Sterbende Patienten dürfen uneingeschränkt besucht werden.
  • Patienten, die unter Betreuung stehen, können für die erforderliche Klärung von rechtlichen und medizinischen Fragen Besuch empfangen.
  • Zur Mitteilung schwieriger Diagnosen dürfen Patienten besucht werden.
  • Bei der Geburt ihres Kindes dürfen Väter dabei sein und „in den Folgetagen die Mutter und ihr Neugeborenes besuchen“, heißt es in der Verordnung.

Die kreisweite Krankenhausbesuchsregelung gilt laut Pressemitteilung des KKRN-Klinikverbunds ab sofort und zunächst bis zum 31. Oktober „beim Überschreiten einer 7-Tages-Inzidenz von 35“.

Alltagsmasken reichen nicht aus

Ist ein Besuch unter den genannten Bedingungen möglich und der Besucher weist keine Symptome auf, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuten, darf er oder sie sich mit einem medizinischer Mund-Nase-Schutz im Klinikum aufhalten. „Die selbst genähte Alltagsmaske aus Stoff und Masken mit Ventil sind bei uns für Besucher nicht zulässig“, erklärt Sarah Höchst von der Unternehmenskommunikation des KKRN auf Anfrage. Das bedeutet, dass auch FFP-2-Masken nicht zulässig sind. Einmal-Masken beziehungsweise der einfache medizinische Mundschutz seien erlaubt.

Der Besucher muss vorab durch den Patienten benannt werden. Und: „Für den Besuch darf vom Patient ein einziger Besucher benannt werden. Im Ausnahmefall darf ein zweiter Besucher als Vertretung benannt werden. Die Besuchszeiten von 15 bis 20 Uhr bleiben bestehen“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Besuchszeiten von 15 bis 20 Uhr bleiben unverändert bestehen.

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