Skandal im Jugendamt Dorsten: Politik fordert umfassende Aufklärung

hzJugendamt Dorsten

Der Skandal im Jugendamt Dorsten war am Mittwoch kein Thema im öffentlichen Teil der Ratssitzung. Trotzdem gibt es inzwischen Stellungnahmen aus dem politischen Raum.

Dorsten

, 18.12.2019, 20:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Mitarbeiter des Jugendamtes in Dorsten soll über Jahre mit städtischem Geld private Dinge gekauft haben. Der Schaden beläuft sich nach bisherigen internen Ermittlungen der Stadtverwaltung auf eine sechsstellige Summe.

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Die Ratsfraktionen in Dorsten haben sich mit öffentlichen Stellungnahmen zu diesem wohl einmaligen Vorfall bislang zurückgehalten. Auch in der Ratssitzung am Mittwoch gab es vor Publikum keine Aussage. Das wäre unter dem letzten Tagesordnungspunkt („Anfragen, Anregungen, Hinweise“) möglich gewesen.

Das teilten die Fraktionen auf Anfrage mit

Auf Anfrage der Dorstener Zeitung teilte CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane vor der Sitzung mit, dass die Christdemokraten an einer lückenlosen Aufklärung interessiert seien. Der Rechnungsprüfungsausschuss müsse prüfen, ob Kontrollmechanismen versagt hätten. „Es darf kein finanzieller Schaden bei der Stadt bleiben, ein solcher Fall darf sich außerdem nicht wiederholen.“

Auch für die SPD ist eine „konsequente Aufklärung des Sachverhaltes“ durch das Prüfungsamt und eine exakte Ermittlung des entstandenen Schadens vorrangig, „um auch entsprechende Entschädigungen durchsetzen zu können“, sagte Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragemann. „Aufgrund der Umstände“ sei eine Strafanzeige unverzichtbar gewesen. Das sieht die CDU genauso.

FDP-Fraktionsvorsitzender Lutz Ludwig fühlt sich nach eigenem Bekunden „zum jetzigem Zeitpunkt gut informiert“. Um die Transparenz „zu allen Seiten hin zu gewährleisten“, müsse es einen gesonderten Bericht im Rechnungsprüfungsausschuss geben.

Die Grünen äußerten sich bislang öffentlich auch auf Anfrage nicht.

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