Sozialarbeiterin Irina Modler kümmert sich um Schulkinder mit Migrationshintergrund

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Irena Modler arbeitet als Schulsozialarbeiterin hauptsächlich mit Kindern mit Migrationshintergrund. Vor allem Hausbesuche sind Teil ihres Arbeitsschwerpunkts, um Hemmschwellen abzubauen.

Dorsten

, 14.12.2018, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die deutsche Sprache ist für Kinder, die aus Polen oder aus Syrien kommen, ein Problem. Dass besonders diese Kinder entsprechend gefördert werden, dafür sorgt Schulsozialarbeiterin Irena Modler - seit vergangenem Sommer auch an der Geschwister-Scholl- und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

„Als im Sommer beide Schulen an die Marler Straße gezogen sind, wurde befürchtet, dass es dadurch zu Problemen kommen könnte“, erklärt Modler. „Besonders auf die Dietrich-Bonhoeffer-Schule gehen viele Kinder von Migranten oder Flüchtlingen.“ So wurde es im neuen Migrationskonzept der Stadt Dorsten festgelegt.

Irena Modler spielt und spricht viel mit den Kindern der Geschwister-Scholl- und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

Irena Modler spielt und spricht viel mit den Kindern der Geschwister-Scholl- und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule. © Nina Louwen

Seit September also arbeitet Modler zehn Stunden in der Woche an den beiden Schulen, große Probleme sind dabei aber noch nicht aufgetreten. „Natürlich gibt es immer mal wieder Konflikte, aber das ist nichts, was es anderen Schulen nicht auch gibt.“ Trotzdem setzt sie in ihrer Arbeit andere Schwerpunkte. Hausbesuche sind für sie normal, die Hemmschwelle ist niedrig. „Als vor kurzem Elternsprechtag war, habe ich die Eltern und Lehrer unterstützt und zwischen ihnen vermittelt.“

Werte müssen erklärt werden

Bei bestimmten Nationalitäten müsste man zum Beispiel noch mal Werte wie Pünktlichkeit erklären. „Und dafür komme ich liebe selbst bei der Familie vorbei, als vorher extra einen Termin zu machen.“ Im Alltag spielt und spricht sie oft mit den Kindern. Zusätzlich hat sie mit einigen Kindern eine Teestunde ins Leben gerufen. Dort wird dann schwarzer Tee mit Zucker getrunken. „In vielen arabischen Ländern oder der Türkei wird sehr viel Tee getrunken. Die Kinder kommen deshalb auch immer gerne her.“

Meist sind das zehn bis 15 Kinder. Mehr finden im kleinen Hausmeisterhaus zwischen den beiden Schulen keinen Platz. Größere Projekte hat Modler bisher allerdings noch nicht geplant. „Ich bin im Moment noch dabei, die Eltern und Schüler kennenzulernen. Zehn Stunden in der Woche sind da nicht so viel.“

Modler muss erst noch die Probleme und Problemursachen ihrer neuen Schüler kennenlernen. Diese Ursachen können in der Familie, traumatischen Erfahrungen oder eben der deutschen Sprache liegen. „Dafür ist es wichtig, dass Kinder und Eltern mir vertrauen. Und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, braucht einfach etwas Zeit.“

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